Tipps für Schwangere & Mütter

Was dir im Wochenbett guttut

Was dir im Wochenbett guttut

Herzlichen Glückwunsch zur Geburt deines Babys! Ihr habt den anstrengenden und abenteuerlichen Weg ins Leben gemeinsam gemeistert. Nun folgt die besondere Zeit des Wochenbetts: Die ersten sechs bis acht Wochen nach der Geburt sind eine Zeit der Erholung und des Ankommens in dem neuen Leben als Familie oder der neuen Familienkonstellation.

Schmerzlinderung

Möglicherweise hast du noch Schmerzen im Bereich des Dammes, weil ein Dammriss oder ein Dammschnitt genäht werden musste. Vielleicht wurde dein Kind per Kaiserschnitt geboren und die Naht schmerzt noch. Es ist vollkommen in Ordnung, wenn du dir Schmerzmittel geben lässt. Es gibt einige Präparate, die sich auch gut mit dem Stillen vereinbaren lassen. Frag deine Hebamme oder das Klinikpersonal danach.

Kühlen hilft

In den ersten Tagen und Wochen kann es helfen, wenn du eine Kühlkompresse auf oder an deine Naht legst. Kühlen ist eine medizinisch anerkannte Methode zur Linderung von Schwellungen und Beschwerden nach Operationen oder bei Verletzungen. Es gibt auch pflanzliche Sprays, die gegen die Beschwerden nach Dammrissen, Dammschnitten oder anderen Geburtsverletzungen helfen. Besprich ihre Nutzung bitte mit deiner Hebamme, die deine Wochenbettbetreuung übernimmt.

Das Wichtigste: Ruhe im Wochenbett

Das Wochenbett heißt nicht ohne Grund Wochenbett. Du, dein Körper und dein Baby brauchen in dieser Zeit vor allem eins: Ruhe. Körperliche Belastung durch zu viel Besuch, ständiges Herumlaufen oder langes Sitzen können sich negativ auf deinen Erholungsprozess nach einem Dammriss oder Dammschnitt auswirken. Schone deinen Damm oder deine Kaiserschnittnarbe, indem du dir so oft es geht während des Wochenbettes Pausen gönnst. Dabei solltest du liegen. Du kannst dein Baby auch im Liegen stillen und so für eine kurze Erholung sorgen.

Der neue Tagesrhythmus, der sich nun an den Bedürfnissen deines Neugeborenen orientiert, ist anstrengend für die ganze Familie. Nächtlicher Schlaf ist oft Mangelware. Versuche auch tagsüber, wenn dein Baby eingeschlafen ist, kleine Pausen zu machen. Möglicherweise kannst du dann sogar ein Nickerchen machen und etwas Schlaf nachholen.

Achte auf deine Ernährung!

Achte darauf, dass du genügend und ausgewogen isst und trinkst. Die richtige Trinkmenge von etwa zwei Litern am Tag ist nicht nur für die Milchbildung wichtig, sondern sorgt auch dafür, dass dein Stuhlgang weich und dein Urin nicht so konzentriert ist. Viele Frauen haben nach einer Geburtsverletzung Angst vor dem Toilettengang. Du kannst dir ganz leicht mit einer Intim-Dusche oder einem Becher lauwarmen Wasser helfen: Das verdünnt deinen Urin und du verspürst beim Wasserlassen kein Brennen.

Eine ballaststoffreiche Ernährung mit vielen Vollkornprodukten, Obst und Gemüse sorgt für einen weichen Stuhlgang. Auf der Toilette solltest du beim Stuhlgang nicht pressen, um unnötige Schmerzen zu vermeiden. Eine Fußbank unter deinen Füßen kann für eine optimale Position auf der Toilette sorgen, damit dir der Stuhlgang leichter fällt. Falls du unter Verstopfung leiden solltest, bitte deine Hebamme oder das Personal in der Klinik, dir ein leichtes Abführmittel zu geben.

Hygiene nach einer Geburtsverletzung

Hygiene spielt bei der Heilung deiner Geburtsverletzungen eine große Rolle. Wechsle regelmäßig deine Vorlagen. Wenn du duschst, solltest du die Intimregion nur mit klarem Wasser abspülen. Benutze keine Seife, Duschbad oder Cremes. Lockere Baumwollkleidung und Unterwäsche, die Platz für die Vorlagen bietet und deinem Bauch Halt gibt, sorgt für ein gutes Gefühl im Wochenbett. 

Nach- und Stillwehen sind ganz normal

Besonders Frauen, die bereits ihre zweite oder dritte Geburt erlebt haben, spüren in den ersten 7 bis 14 Tagen kräftige Nachwehen. Das ist ein ganz normaler Prozess. Die Gebärmutter zieht sich wieder zusammen und dabei entsteht ein leichter bis mäßiger wehenartiger Schmerz. Hier können Schmerzmittel helfen oder auch eine Kalt & Warm Kompresse, die du zur Entspannung als wärmende Auflage auf deinen Bauch legen kannst. Hast du dein erstes Kind geboren, spürst du vielleicht wehenartige Schmerzen beim Stillen. Das sind sogenannte Stillwehen. Auch sie sind ein Zeichen, dass dein Körper gut funktioniert.

Nimm Hilfe unbedingt an

Unterstützung durch deinen, deine Familie und Freunde ist im Wochenbett Gold wert. Wenn dir Hilfe im Haushalt oder bei der Betreuung der Geschwisterkinder angeboten wird, nimm sie an. Es ist kein Zeichen von Schwäche, wenn deine eigene Mutter dir etwas zu essen bringt oder deine Schwiegermutter das Bad putzt. Du kannst dich mit der Hilfe deines Netzwerkes besser erholen und dich in der Zeit des Wochenbettes ganz auf dich und dein Baby konzentrieren.

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