Tipps für Schwangere & Mütter

Checkliste Schwangerschaft – alle To-dos auf einen Blick

Checkliste Schwangerschaft – alle To-dos auf einen Blick

Seit dem Moment, in dem du von deiner Schwangerschaft erfahren hast, kannst du es nicht mehr erwarten, dein Baby in den Armen zu halten. Neun Monate scheinen unvorstellbar lang. Doch keine Sorge: Die Zeit bis zur Ankunft deines Babys wird wie im Flug vergehen. Schließlich gibt es auch schon vor der Geburt jede Menge vorzubereiten.

Was du alles erledigen solltest, bevor dein Baby auf die Welt kommt, haben wir übersichtlich für dich zusammengefasst. Mit unserer Schwangerschafts-Checkliste für die Vorbereitungen vor der Geburt wirst du vom Antrag für das Mutterschaftsgeld bis hin zur Erstausstattung für dein Baby garantiert nichts vergessen.

Checkliste Schwangerschaft: Wichtiges für die Geburt

Die Geburt deines Babys wird ein aufregendes und einschneidendes Erlebnis. Umso besser ist es, wenn du dich auf den großen Tag möglichst gut vorbereitest.

Hebamme suchen

Die Nachfrage nach Hebammen ist groß. Deswegen solltest du möglichst früh mit der Suche nach einer Hebamme für die Zeit nach der Geburt beginnen. Am besten siehst du dich spätestens in der 12. Schwangerschaftswoche nach einer geeigneten Hebamme um. Denn mit dem Wissen, dass dir vor und nach der Geburt eine fachkundige Begleiterin zur Seite steht, kannst du entspannter auf die erste Zeit mit deinem Baby blicken. Es gibt Hebammensuchportale im Internet, über die du eine Hebamme in deiner Nähe finden kannst oder du fragst in deinem Umfeld nach guten Erfahrungen. Wenn du schon dein zweites oder drittes Kind erwartest und deine "alte" Hebamme erneut für eure Betreuung haben möchtest, rufe sie ebenfalls möglichst zeitig in der Schwangerschaft an.

Geburtshaus und/oder Klinik aussuchen

Wenn du dein Baby in einem Krankenhaus auf die Welt bringen möchtest, solltest du dich spätestens bis zur 20. Schwangerschaftswoche für eine Geburtsklinik entschieden haben. Kontaktiere die Klinik, um einen Anmeldetermin zu vereinbaren. Dieser Termin findet meist erst in den letzten Wochen der Schwangerschaft statt. Solltest du dein Baby lieber in einem Geburtshaus gebären wollen, solltest du möglichst früh mit deiner Hebamme darüber sprechen und dann Kontakt zu einem Geburtshaus in deiner Nähe aufnehmen.

Anmeldung für einen Geburtsvorbereitungskurs

Deinen Geburtsvorbereitungskurs solltest du möglichst so besuchen, dass er um deine 36. Schwangerschaftswoche herum abgeschlossen ist. Je nachdem, wie viele Sitzungen der Kurs deiner Wahl hat, ist in etwa die 25. Schwangerschaftswoche also ein guter Startzeitpunkt. Denke aber daran, dich möglichst schon vor der 20. Schwangerschaftswoche für deinen Geburtsvorbereitungskurs anzumelden – denn auch hier sind die Plätze knapp.

Packen für die Geburt

Wir empfehlen dir, deine Kliniktasche spätestens vier Wochen vor dem errechneten Geburtstermin zu packen und bereitzustellen. So kannst du jederzeit ins Krankenhaus oder das Geburtshaus aufbrechen und musst nicht in der Aufregung der ersten Wehen mit dem Packen beginnen.

Checkliste Schwangerschaft: Wichtiges für dein Baby

Natürlich müssen auch für dein Baby einige wichtige Vorbereitungen getroffen werden.

Kinderarzt suchen

Ab der 28. Schwangerschaftswoche kannst du dich bereits auf die Suche nach einem geeigneten Kinderarzt machen. Auch hier gilt: Fang lieber etwas eher mit der Suche an. Kinderärzte dürfen Neupatienten nämlich ablehnen, wenn sie keine Kapazitäten mehr haben.

Tagesbetreuung oder Krippenplatz suchen  

Je nachdem, mit welchem Alter du planst, dein Kind stundenweise betreuen zu lassen, kann es sinnvoll sein, bereits in der Schwangerschaft einen Betreuungsplatz zu suchen. Viele Einrichtungen führen auch Wartelisten, auf die du dich besser früher als später setzen lässt. Beim Jugendamt erhältst du Listen mit entsprechenden Betreuungseinrichtungen.

Erstausstattung für dein Baby besorgen

Um die 30. Schwangerschaftswoche herum solltest du die Erstausstattung für dein Baby beisammenhaben. Falls dein Baby nämlich etwas eher auf die Welt kommt, bist du auf der sicheren Seite. Natürlich kannst du letzte Kleinigkeiten auch noch später besorgen – das Grundgerüst sollte aber möglichst schon stehen.

Schwangerschaft Checkliste: Wichtige Formalitäten

Kommen wir nun zu dem Teil, vor dem sich die meisten am liebsten so lange wie möglich drücken möchten: Die Rede ist von wichtigen Formalitäten und Anträgen in der Schwangerschaft, die erledigt werden müssen.

Arbeitgeber informieren

Die ersten 12 Wochen deiner Schwangerschaft kannst du entspannt abwarten, ohne deinen Arbeitgeber zu informieren. Ab der 13. Schwangerschaftswoche ist es sinnvoll, das Gespräch mit deinem Arbeitgeber zu suchen und ihm von deiner Schwangerschaft zu erzählen. Eine Schwangerschaftsbescheinigung für deinen Arbeitgeber kann euch helfen, den Mutterschutz besser zu planen – denn auf der Bescheinigung deiner Schwangerschaft für den Arbeitgeber sind der voraussichtliche Geburtstermin sowie dein letzter Arbeitstag vermerkt.  Solltest du dich aber schon vor der 12. Woche so unwohl fühlen, dass du nicht arbeiten gehen kannst, gelten natürlich auch schon hier die Mutterschutzrichtlinien.

Der Krankenkasse die Schwangerschaft melden

Deine Schwangerschaftsbescheinigung gehört nicht nur in die Hände deines Arbeitgebers, sondern auch deiner Krankenkasse. Sie ist für den Antrag auf Mutterschaftsgeld wichtig. Denke auch daran, frühzeitig zu klären, wie dein Baby krankenversichert werden soll. Bei verheirateten und gesetzlich versicherten Eltern wird das Baby meist bei dem meistverdienenden Elternteil mitversichert. Wenn du privat versichert bist, setze dich mit deiner Kasse in Verbindung. 

Mutterschaftsgeld und Elterngeld beantragen  

Den Antrag auf Mutterschaftsgeld solltest du vor Beginn des Mutterschutzes stellen. Der Mutterschutz beginnt sechs Wochen vor dem errechneten Geburtstermin. Besorge dir auch schon in der Schwangerschaft die Anträge für Kindergeld und Erziehungsgeld. Alle Anträge gibt es online als PDF zum Herunterladen. Fülle die Anträge schon soweit wie möglich aus. Auch Kopien deiner Lohnzettel für den Elterngeldantrag kannst du schon anfertigen. In den Wochen nach der Geburt wirst du noch weitere wichtige Dokumente erhalten, die für die Vollständigkeit deiner Anträge wichtig sind. Es macht keinen Sinn diese Anträge schon in der Schwangerschaft abzuschicken.

Vaterschaftsanerkennung und Sorgerecht

Bei verheirateten Paaren ist keine Vaterschaftsanerkennung oder eine Erklärung zum Sorgerecht notwendig. Wenn ihr nicht verheiratet seid, solltet ihr diese Dinge beim zuständigen Jugendamt erledigen. Das Sorgerecht kann auf Wunsch der Eltern auf beide Elternteile übergehen. Das letzte Schwangerschaftsdrittel ist ein guter Zeitraum für diesen wichtigen Termin. Ihr benötigt lediglich eure Personalausweise und eure Geburtsurkunden.

Die Ankunft deines Babys will gut vorbereitet sein

Wie du siehst, haben bereits werdende Eltern alle Hände voll zu tun – und das, obwohl der Nachwuchs noch nicht einmal da ist. Vor allem die werdende Mama hat viele Punkte auf ihrer To-do-Liste stehen. Doch auch der werdende Vater muss zusätzlich an das ein oder andere denken:

  • Auch der Papa kann nach der Geburt des Babys Elternzeit nehmen, wenn er möchte. Auch diese muss beantragt werden.
  • Alternativ kann dein Partner mit seinem Arbeitgeber frühzeitig Rücksprache halten und für die Zeit nach der Geburt Urlaub nehmen. Eine neue EU-Richtlinie sieht für Väter sogar zehn Tage bezahlten Urlaub nach der Geburt eines Kindes vor. Deutschland hat diese Richtlinie allerdings noch nicht
  • Unter Umständen steht dir sogar eine Haushaltshilfe zu, die über die Krankenkasse beantragt und finanziert werden kann. Besprich mit deiner Hebamme, ob diese Möglichkeit für dich in Betracht kommt.
  • Um dich als werdende Mama zu entlasten, kann dein Partner den Löwenanteil an Vorbereitungen für das Wochenbett (einkaufen, vorkochen, putzen etc.) übernehmen und
  • in Absprache mit dir Organisatorisches klären (Kliniktransport, Babysitter für Geschwisterkinder und Haustiere etc.).

Spätestens 7 Wochen vor dem errechneten Geburtstermin solltest du deinen Arbeitgeber schriftlich und formlos darüber informieren, wie lange du in Elternzeit gehen möchtest. Wenn auch dein Partner Elternzeit nehmen möchte, gilt für ihn die gleiche Frist.

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