Tipps für Schwangere & Mütter

8. Schwangerschaftswoche (8. SSW) – die Sinnesorgane deines Babys verknüpfen sich mit dem Gehirn

8. Schwangerschaftswoche (8. SSW) – die Sinnesorgane deines Babys verknüpfen sich mit dem Gehirn

Falls du bislang noch nicht zur Vorsorgeuntersuchung gewesen bist, ist die SSW 8 ein idealer Zeitpunkt dafür. Bei der ersten Ultraschalluntersuchung kannst du den winzig kleinen Menschen in deinem Bauch bereits gut erkennen.

In der 8. SSW ist das Wachstum deines Babys in vollem Gange. Neben wichtigen Organen entwickeln sich die Sinnesorgane weiter und verknüpfen sich mit dem Gehirn. Währenddessen hast du als werdende Mama mit vielen Emotionen zu kämpfen – und

Welche Veränderungen die achte Schwangerschaftswoche bei Mutter und Kind sonst noch mit sich bringt und worauf du achten solltest, kannst du hier nachlesen.

Das passiert bei der werdenden Mutter in der 8. SSW

Deine Gebärmutter wächst und wächst und wächst genau wie in der Schwangerschaftswoche 7 weiter. Dabei dehnen sich die Bänder, mit denen sie an deinen Beckenknochen befestigt ist. Du spürst das Wachstum deiner Gebärmutter daher als leichtes Ziehen in den Leisten. Weil die Gebärmutter ihre Größe mittlerweile verdoppelt hat, verspürst du außerdem einen häufigen Harndrang.

Viele Schwangere haben jetzt häufiger Zahnfleischbluten. Das hängt mit dem veränderten Hormonhaushalt zusammen. Eine gründliche und regelmäßige Mundhygiene ist in der Schwangerschaft besonders wichtig. Allen Schwangeren wird mindestens ein Zahnarztbesuch während der Schwangerschaft empfohlen.

Infokasten: Wie weit ist das Baby in der 8. SSW entwickelt?   

  • Dein Baby ist jetzt zwischen 9 und 16 Millimetern groß, vergleichbar mit einem Daumennagel oder einer Himbeere.
  • Das Gewicht des Embryos beträgt in diesem Stadium der Schwangerschaft nur unscheinbare 2 Gramm.
  • Die Sinnesorgane deines Babys verknüpfen sich mehr und mehr mit dem Gehirn.
  • Der Kiefer und die darin angelegten Zähne entwickeln sich langsam. Auch Mund und Nase sind bereits erkennbar.
  • Bei deinem Baby entwickeln sich die Extremitäten weiter: Hände, Finger, Füße, Zehen und Gelenke entstehen. Zwischen Fingern und Zehen befinden sich noch dünne Häute (Schwimmhäute), die später verschwinden.
  • Die Augenlider entstehen.
  • Ein Teil des kindlichen Darms wird wegen Platzmangel für ca. vier Wochen in die Nabelschnur ausgelagert.

 

Wichtige Fragen in der 8. SSW

Die Schwangerschaft ist eine spannende Zeit. Sicher beschäftigen auch dich nach wie vor viele Fragen. Hier gibt es einen Überblick über die wichtigsten Fragen, die die achte Schwangerschaftswoche mit sich bringt.

Was sieht man in der Schwangerschaftswoche 8 im Ultraschall?

Zumeist findet in der 8. SSW der erste Ultraschall statt und du erhältst dein erstes Ultraschallbild sowie deinen Mutterpass. Die Gestalt deines Babys ist zu diesem Zeitpunkt meist schon gut erkennbar: Man sieht auf dem Ultraschallbild einen winzigen Menschen. Sein Herzschlag ist in der SSW 8 in der Regel deutlich sichtbar.  

In seltenen Fällen kann der Frauenarzt beim Ultraschall keinen Herzschlag entdecken. Er wird dir dann erklären, wie es mit der Schwangerschaft weitergeht.

Sind zweieiige Zwillinge in der 8. SSW schon erkennbar?

Wenn du zweieiige Zwillinge erwartest, ist das in der Schwangerschaftswoche 8 auf dem Ultraschall bereits zu sehen: Du verfügst nicht nur über eine, sondern über zwei Fruchthöhlen. Bei eineiigen Zwillingen, die sich eine Fruchthöhle teilen, kann es aber noch einige Wochen dauern, bis sie zu erkennen sind.

Wie viele Ultraschalluntersuchungen sind in der Schwangerschaft üblich?

In der Regel hast du in deiner Schwangerschaft drei große Ultraschalluntersuchungen, also eine pro Trimester. Bei Risikoschwangerschaften kann durchaus alle vier Wochen ein Ultraschall stattfinden – in den letzten zwei Monaten sogar alle zwei Wochen. Als Risikoschwangerschaft zählt eine Schwangerschaft, wenn…

  • die Mutter älter als 35 Jahre ist,
  • vorherige Schwangerschaften nicht komplikationslos abgelaufen sind,
  • eine Mehrlingsschwangerschaft vorliegt und

Wenn deine Schwangerschaft nicht als Risikoschwangerschaft zählt und du trotzdem engmaschiger untersucht werden möchtest, musst du für die Kosten meist selbst aufkommen.

Hat man in der achten Schwangerschaftswoche schon einen Bauch?

In der Schwangerschaftswoche 8 ist meist noch kein Babybauch in Sicht. Allerhöchstens kann sich eine kleine Wölbung über dem Schambein zeigen.

Trotzdem kann es sein, dass sich dein Bauch ein wenig aufgebläht anfühlt. Das liegt aber an deiner sich verändernden Verdauung – und noch nicht an deinem wachsenden Baby.

Welche Schwangerschaftsbeschwerden treten in der SSW 8 auf?

Neben Zahnfleischbluten, empfindlichen Zähnen und Unterleibsschmerzen haben viele werdende Mütter in der 8. SSW noch weitere Schwangerschaftsbeschwerden, unter anderem:

  • Übelkeit
  • Schwindel
  • Rückenschmerzen
  • Gefühlschaos

Solche Beschwerden sind normal und gehen meist gegen Ende des 1. Trimester zurück. Etwa zu dieser Zeit hat sich dein Hormonhaushalt eingependelt.

Solltest du unter Kurzatmigkeit leiden, brauchst du dir ebenso keine Gedanken zu machen: Bei jedem Atemzug wird ein wenig Sauerstoff für deinen kleinen Untermieter abgezweigt, der dir dann beim Atmen fehlt. Deswegen kann es sein, dass auch sonst fitte Frauen in der Schwangerschaft schon nach wenigen Treppenstufen schnaufen.

Viel Ruhe und Entspannung können dir helfen, besser mit den Beschwerden zurechtzukommen. Gegen die Übelkeit helfen viele kleine und gesunde Mahlzeiten. Auch ausreichend Bewegung und viel trinken können sich positiv auswirken.

Was ist ein natürlicher Nabelbruch und ist er gefährlich fürs Baby?

Der sogenannte physiologische Nabelbruch ist für dein Baby natürlich und vollkommen ungefährlich. Er beschreibt die zeitweise Auslagerung des sich entwickelnden Darms in die Nabelschnur. Diese Auslagerung erfolgt schlicht deswegen, weil der Embryo noch nicht genügend Platz hat, den schnell wachsenden Darm unterzubringen.

Nach etwa vier Wochen bildet sich der natürliche Nabelbruch von ganz allein wieder zurück, denn dann ist dein Baby groß genug, um Platz für seinen Darm zu haben.

Ist es ratsam, die Schwangerschaft schon öffentlich zu machen?

Hier scheiden sich die Geister. Während die einen sofort jedem von ihrem Babyglück erzählen, wollen andere das kritische 1. Trimester abwarten. Wie du dich entscheidest, bleibt dir selbst überlassen. Hör am besten auf dein Bauchgefühl und sprich dich mit deinem Partner oder deiner Partnerin ab, wann ihr die frohe Botschaft verkünden möchtet.

Was sind die Anzeichen für eine Fehlgeburt in der 8. Schwangerschaftswoche?

15 bis 20 Prozent aller Fehlgeburten finden in den ersten zweieinhalb Schwangerschaftsmonaten statt. Damit ist das Risiko für eine Fehlgeburt in der 8. und auch der 9. Schwangerschaftswoche noch relativ hoch.

Suche sofort einen Arzt auf, wenn du eine Blutung bemerken und / oder plötzlich starke Schmerzen im Unterleib verspüren solltest.

Wann muss der Arbeitgeber von der Schwangerschaft erfahren?

Noch musst du deinem Arbeitgeber nicht von deiner Schwangerschaft erzählen. Es ist empfohlen, nach Ablauf des 1. Trimesters das Gespräch mit dem Arbeitgeber zu suchen. Du bist rechtlich jedoch nicht dazu verpflichtet.

Wenn du aber in einem Risikoberuf für Schwangere arbeiten solltest, also beispielsweise eine körperlich schwere Tätigkeit ausübst, ist es besser, deinen Arbeitgeber so früh wie möglich von der Schwangerschaft in Kenntnis zu setzen. So könnt ihr gemeinsam geeignete Schutzmaßnahmen ergreifen.

Das ist in der 8. SSW für dich und dein Baby wichtig

Über die gesamte Schwangerschaft hinweg solltest du dich gut um dich selbst kümmern – denn davon profitiert auch dein Baby. Zwischen deinen regelmäßigen Erholungspausen ist es in der SSW 8 aber trotzdem wichtig, einiges zu organisieren und zu bedenken:

  1. Trage nichts Schweres mehr.
  2. Achte auf eine gesunde und ausgewogene Ernährung.
  3. Trinke viel und bewege dich an der frischen Luft.
  4. Falls noch nicht geschehen, ist es jetzt an der Zeit, dich auf die Suche nach einer Hebamme zu machen.
  5. Du bist mit deinen Sorgen und Ängsten nicht allein! Dass du dir von Anfang an Gedanken um dein Baby machst und dir viele Fragen im Kopf herumgehen, ist nicht ungewöhnlich. Du solltest deine Sorgen aber nicht mit dir selbst ausmachen. Teile dich deinem Partner oder auch deinem Arzt und deiner Hebamme mit, frage nach Unterstützung und lass dir helfen. Das ist keine Schwäche, sondern eine Stärke!

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