Kamillentee wirkt in der Schwangerschaft beruhigend und kann Beschwerden wie Übelkeit und Magenprobleme lindern. Es ist jedoch wichtig, dass du auf Qualität achtest und den Tee nur in Maßen genießt.
Warum du während der Schwangerschaft nicht zu viel Kamillentee trinken solltest, wie du ihn am besten zubereitest und was es sonst noch zu beachten gibt, erklären wir dir in diesem Beitrag.
Dieser Beitrag enthält folgende Abschnitte:
- Warum Kamillentee in der Schwangerschaft beliebt ist
- Wobei hilft Kamillentee in der Schwangerschaft?
- Wie viel Kamillentee am Tag ist ok?
- Kamillentee in der Schwangerschaft richtig zubereiten
- Fazit: Kamillentee ist für Schwangere in Maßen wohltuend und sicher
Warum Kamillentee in der Schwangerschaft beliebt ist
Kamillentee gehört nicht nur bei Schwangeren zu den Klassikern unter den Hausmitteln. Schon lange wird Kamille bei Magen-Darm-Beschwerden, leichten Entzündungen und innerer Unruhe eingesetzt. Doch besonders in der Schwangerschaft, wenn viele Medikamente tabu sind, greifen viele Frauen zu natürlichen Helfern.
Die gute Nachricht: Kamillentee ist in der Schwangerschaft grundsätzlich erlaubt, solange du ihn richtig dosierst und auf eine gute Qualität achtest.
Wobei hilft Kamillentee in der Schwangerschaft?
Kamillentee kann dir in der Schwangerschaft bei verschiedenen Beschwerden helfen, weil er viele wertvolle Pflanzenstoffe (unter anderem Flavonoide und ätherische Öle) enthält, die entzündungshemmend, krampflösend und beruhigend wirken:
- Kamillentee hilft bei Übelkeit und Magenbeschwerden und fördert die Verdauung.
- Durch die milde Wirkung kann Kamillentee Sodbrennen lindern.
- Eine Tasse vor dem Schlafengehen wirkt entspannend und kann daher bei innerer Unruhe und Einschlafproblemen helfen.
- Kamillentee kann zum Spülen bei leichten Entzündungen im Mundraum verwendet werden.
Tipp: Auf unserer allgemeinen Seite zum Thema Tee in der Schwangerschaft findest du weitere hilfreiche Informationen zu magenfreundlichen Kräutertees.
Wie viel Kamillentee am Tag ist ok?
Auch wenn Kamille ein natürliches und wohltuendes Hausmittel ist, gilt wie so oft: Die Dosis macht’s. Genieße Kamillentee am besten in Maßen, dann kann er dich optimal unterstützen.
Wichtig ist auch, dass du beim Kauf darauf achtest, zu Bio-Kamillentee oder selbst getrockneten Blüten aus sicherer Quelle zu greifen: Konventionell angebaute Kamillenblüten können Rückstände von Pestiziden und Schadstoffen enthalten.
Kamille ist ein natürliches Produkt. Auch wenn Kamille ein natürliches Produkt ist, solltest du nicht zu viel Kamillentee trinken, wenn du schwanger bist. Das hat verschiedene Gründe:
- Pestizide und Schadstoffe: Konventionell angebaute Kamillenblüten können Rückstände enthalten. Wähle deshalb immer Bio-Kamillentee oder selbst getrocknete Blüten aus sicherer Quelle.
- Übermäßiger Konsum: Zu viel Kamillentee kann deinen Magen reizen oder zu Durchfall führen.
- Wehenfördernde Wirkung: In sehr großen Mengen oder in konzentrierter Form (z. B. bei ätherischem Kamillenöl in der Schwangerschaft) kann Kamille theoretisch die Gebärmutter anregen.
Als Faustregel gilt deswegen: 1-2 Tassen Kamillentee pro Tag sind in der Schwangerschaft völlig unbedenklich, aber mehr sollte es nicht sein.
Am besten ist es sowieso, wenn du nicht nur eine Teesorte trinkst, sondern mit anderen milden Kräutertees und anderen Getränken abwechselst. Auf unserer Seite Kräuter und Gewürze in der Schwangerschaft findest du dazu eine ausführliche Übersicht, welche Kräuter dir in welchem Trimester besonders guttun.
Kamillentee richtig zubereiten
Damit Kamillentee gut verträglich bleibt, kommt es auf die richtige Zubereitung an:
- Verwende am besten getrocknete Kamillenblüten oder hochwertige Teebeutel in Bio-Qualität.
- Übergieße sie mit heißem (nicht kochendem) Wasser.
- Lasse den Tee 5–7 Minuten ziehen.
- Trinke Kamillentee am besten ungesüßt oder höchstens mit etwas Honig.
Fazit: Kamillentee ist für Schwangere in Maßen wohltuend und sicher
Kamillentee ist ein bewährter Begleiter durch die Schwangerschaft. Er wirkt beruhigend, ist magenfreundlich und koffeinfrei. Wichtig ist nur, dass du ihn nicht in großen Mengen trinkst, auf Bio-Qualität achtest und Abwechslung in deine Getränkeauswahl bringst.
Wenn du mehr darüber wissen möchtest, welche Lebensmittel und Getränke du in der Schwangerschaft meiden solltest, lies auch unseren Beitrag zu verbotenen Lebensmitteln in der Schwangerschaft. Natürlich kannst du auch jederzeit deine Hebamme oder deinen Arzt bzw. deine Ärztin ansprechen, wenn du Fragen hast oder Unterstützung benötigst.
Ausgewählte Quelle
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Dieser Beitrag entstand mit der
fachlichen Beratung von Swantje Outzen.
zusätzlich ausgebildete Still- und Laktationsberaterin
und ausgebildete Trageberaterin. Sie wohnt mit ihrer
Familie in Hamburg und arbeitet aktuell
als freiberufliche Hebamme.
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