Bei Feta und Schafskäse in der Schwangerschaft ist es wichtig, genau hinzuschauen. Von Rohmilchkäse wird während der Schwangerschaft grundsätzlich abgeraten. Deswegen gilt: Augen auf beim Kauf, denn wenn Feta aus pasteurisierter Milch hergestellt ist, ist er in der Schwangerschaft kein Problem.
Mehr dazu, welchen Feta du in der Schwangerschaft problemlos essen kannst, wann Vorsicht geboten ist und wie es mit Alternativen wie Hirtenkäse, Schafskäse, Ziegenkäse oder gebackenem Feta aussieht, kannst du hier nachlesen.
Dieser Beitrag enthält folgende Abschnitte:
- Was genau ist Feta eigentlich?
- Ist Feta in der Schwangerschaft erlaubt?
- Ist Feta ein Rohmilchkäse?
- Worauf sollte ich bei Feta in der Schwangerschaft noch achten?
- Wie erkenne ich pasteurisierten Feta?
- Darf ich in der Schwangerschaft gebackenen oder gebratenen Feta essen?
- Warum wird von Rohmilch in der Schwangerschaft abgeraten?
- Welche guten Eigenschaften hat Feta-Käse für Schwangere?
Was genau ist Feta eigentlich?
Feta ist ein traditioneller Käse aus Griechenland, der in Salzlake reift. Er besteht klassisch aus Schafmilch oder aus einer Mischung aus Schafs- und Ziegenmilch. Er ist weiß, weich, leicht bröckelig und schmeckt angenehm salzig.
Auch Produkte wie Hirtenkäse und Schafskäse gehören im weitesten Sinne zu dieser Käsegruppe: also Käse, der in Salzlake liegt und eine ähnliche Konsistenz hat. Für die Schwangerschaft gelten für all diese Produkte grundsätzlich die gleichen Regeln.
Ist Feta in der Schwangerschaft erlaubt?
Du kannst Feta in der Schwangerschaft dann ohne Sorge essen, wenn er aus pasteurisierter Milch hergestellt wurde.
Pasteurisierter Feta ist in der Schwangerschaft in der Regel unbedenklich, weil durch das Erhitzen der Milch mögliche Keime wie Listerien abgetötet werden. Die meisten abgepackten Feta-Produkte im Supermarkt bestehen aus pasteurisierter Milch. Schau beim Kauf aber genau hin, um sicherzugehen!
Ist Feta ein Rohmilchkäse?
Das kommt ganz darauf an:
- Original griechischer Feta kann sowohl aus pasteurisierter als auch aus Rohmilch hergestellt sein.
- Hirtenkäse, Schafskäse & Ziegenkäse in Salzlake sind in Deutschland fast immer pasteurisiert.
Wichtig ist also: Immer das Etikett lesen. Wenn „Rohmilch“ auf der Verpackung steht, solltest du das Produkt in der Schwangerschaft nicht essen.
Worauf sollte ich bei Feta in der Schwangerschaft noch achten?
Du solltest in der Schwangerschaft Folgendes beachten, wenn du Feta-Käse essen möchtest:
- Feta aus Rohmilch solltest du generell nicht essen, wenn du ein Baby erwartest.
- Meide auch offen verkauften Feta von der Frischetheke, weil hier ein höheres Risiko für Keime besteht (unabhängig davon, ob es sich um Feta aus Rohmilch oder pasteurisierter Milch handelt).
- Lagere Feta nach dem Öffnen im Kühlschrank und verbrauche ihn innerhalb von 2 bis 3 Tagen.
- Feta, der schon länger geöffnet im Kühlschrank liegt, solltest du sicherheitshalber nicht mehr essen.
Zusammengefasst: Wenn du sicher bist, dass der Feta pasteurisiert und hygienisch verpackt ist, kannst du ihn bedenkenlos genießen.
Wie erkenne ich pasteurisierten Feta?
Wenn du sicher sein möchtest, dass Feta pasteurisiert ist, solltest du einen genauen Blick auf die Verpackung werfen. Achte darauf, dass dort „aus pasteurisierter Milch“ steht. Dann kannst du den Käse unbedenklich essen. Findest du dagegen die Angabe „aus Rohmilch“, solltest du diesen Feta in der Schwangerschaft meiden.
Findest du keine Angaben zur verwendeten Milch auf der Packung, ist es besser, ein Produkt mit klarer Kennzeichnung zu wählen. Das bekannteste und meist gesuchte Feta-Markenprodukt, Hirtenkäse aus den Kühlregalen deutscher Supermärkte und viele Handelsmarken sind zumeist pasteurisiert und damit eine sichere Wahl.
Darf ich in der Schwangerschaft gebackenen oder gebratenen Feta essen?
Sobald Feta ausreichend durcherhitzt wurde (mindestens 70 °C), ist er in der Regel sicher für Schwangere, auch wenn er aus Rohmilch hergestellt wurde. Das bedeutet, dass du folgende herzhafte Gerichte ohne Sorge essen kannst, wenn du schwanger bist (immer vorausgesetzt, sie wurden gut durcherhitzt):
- Gebackener Feta
- Überbackener Feta (z. B. im Ofen)
- In der Pfanne gebratener Feta
- Feta im Blätterteig
- Feta im Ofengemüse
Gleiches gilt für ähnliche Produkte wie Schafskäse, Hirtenkäse, Manouri oder Ziegenkäse in Salzlake.
Warum wird von Rohmilch in der Schwangerschaft abgeraten?
Der Grund ist das Risiko einer Listerieninfektion. Listerien sind Bakterien, die für gesunde Menschen meist harmlos sind, für Schwangere aber ein Risiko darstellen können. Da sich die Bakterien besonders gut in feuchten, weichen, nicht erhitzten Produkten halten können, zählt Rohmilchkäse generell zu den Lebensmitteln, die du meiden solltest.
Pasteurisierte Produkte sind dagegen sicher, weil Listerien durch die Erhitzung abgetötet werden. Deswegen darfst du auch Feta aus Rohmilch essen, wenn er gut durcherhitzt wurde.
Welche guten Eigenschaften hat Feta-Käse für Schwangere?
Wenn du in der Schwangerschaft Feta-Käse isst, bietet dir das einige Vorteile: Feta ist eine gute Proteinquelle und hilft so, deinen in der Schwangerschaft erhöhten Eiweißbedarf zu decken. Außerdem liefert er Calcium, das wichtig für deine Knochen und Zähne ist. Zudem kann der Salzgehalt im Feta Heißhunger auf Deftiges stillen. Achte aber darauf, nicht zu viel zu essen, weil zu viel Salz natürlich auch nicht gut ist.
Wie du siehst, ist Feta in Maßen gesund und darüber hinaus vielseitig einsetzbar: Du kannst ihn kalt im Salat, gebacken, in warmen Gerichten oder einfach als Snack genießen. Wir wünschen guten Appetit!
Wenn du wissen möchtest, welche Käsesorten in der Schwangerschaft generell erlaubt oder tabu sind, kannst du dich auf unserer Käse-Übersichtsseite informieren.
Quellen
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Dieser Beitrag entstand mit der
fachlichen Beratung von Swantje Outzen.
zusätzlich ausgebildete Still- und Laktationsberaterin
und ausgebildete Trageberaterin. Sie wohnt mit ihrer
Familie in Hamburg und arbeitet aktuell
als freiberufliche Hebamme.
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