Milch ist in der Schwangerschaft ein gesundes Lebensmittel, das du ohne Bedenken zu dir nehmen darfst, solange es sich um pasteurisierte Milch handelt. Rohmilch solltest du hingegen unbedingt meiden. Sie kann Keime enthalten, die für dich und dein Baby gefährlich sind.
Worauf du bei Milch in der Schwangerschaft allgemein achten solltest und wie viel Milch am Tag gesund ist, kannst du hier nachlesen. Natürlich gehen wir auch auf wichtige Fragen rund um Milchprodukte wie Joghurt, Quark, Frischkäse, Mascarpone und Ricotta ein.
Dieser Beitrag enthält folgende Abschnitte:
- Warum ist pasteurisierte Milch in der Schwangerschaft gesund?
- Warum darf ich in der Schwangerschaft nur pasteurisierte Milch trinken?
- Welche anderen Milchprodukte sind erlaubt?
- Was ist mit Mascarpone, Ricotta und Frischkäse?
- Wie viel pasteurisierte Milch in der Schwangerschaft ist gesund?
- Was ist mit Käse in der Schwangerschaft?
- Welche Milchprodukte sollte ich in der Schwangerschaft besser meiden?
- Was ist, wenn ich keine Milchprodukte vertrage?
Warum ist pasteurisierte Milch in der Schwangerschaft gesund?
In Milch sind viele Nährstoffe enthalte, die dir gerade in der Schwangerschaft gute Dienste leisten können. Sie liefert dir nicht nur hochwertiges Eiweiß und Kalzium, sondern auch wichtige Vitamine wie Vitamin B2 und B12.
Diese Nährstoffe unterstützen den Knochenaufbau deines Babys und helfen dir, gut durch die Schwangerschaft zu kommen. Ergo: Ein Glas Milch oder ein Becher Joghurt am Tag kann schon einen wertvollen Beitrag zu deiner Ernährung leisten.
Warum darf ich in der Schwangerschaft nur pasteurisierte Milch trinken?
Beim Thema Milch in der Schwangerschaft gibt es eine wichtige Regel: Finger weg von Rohmilch! Sie ist deswegen in der Schwangerschaft tabu, weil sie Bakterien wie Salmonellen oder Listerien enthalten kann. Wenn du dich in der Schwangerschaft mit diesen Keimen infizierst, kann das bei deinem ungeborenen Baby Entwicklungsschäden verursachen.
Pasteurisierte Milch dagegen ist durch Erhitzen keimfrei gemacht worden und daher für dich und dein Baby sicher. Achte also unbedingt darauf, pasteurisierte Milch zu kaufen.
Welche anderen Milchprodukte sind in der Schwangerschaft erlaubt?
Neben Milch gibt es noch viele anderen Milchprodukte, die in der Schwangerschaft auf deinem Teller landen dürfen. Wie immer natürlich vorausgesetzt, sie sind aus pasteurisierter Milch hergestellt. Dazu gehören unter anderem:
- Joghurt für eine gesunde Darmflora
- Quark als Eiweißlieferant
- Kefir und Dickmilch als probiotische und mild bekömmliche Snacks
- Sahne und Schmand in Maßen genießbar, da fettreicher
Was ist mit Mascarpone, Ricotta und Frischkäse in der Schwangerschaft?
Viele Schwangere fragen sich, ob sie in der Schwangerschaft Frischkäse, Mascarpone und Ricotta essen dürfen. Die Antwort ist schnell gegeben: Ja, grundsätzlich darfst du all das essen, wenn du schwanger bist, solange die Produkte aus pasteurisierter Milch hergestellt wurden und die Mascarpone kein rohes Ei enthält. Industriell hergestellte Produkte sind also in der Regel unbedenklich und du kannst sie ohne Sorge verzehren.
Etwas Vorsicht solltest du allerdings bei Produkten aus offenen Theken oder von Wochenmärkten walten lassen. Achte darauf, dass die Ware hygienisch verpackt ist und frage nach, ob sie sicher pasteurisiert wurde.
Wie viel pasteurisierte Milch in der Schwangerschaft ist gesund?
Wie bei allem gilt auch bei Milch und Milchprodukten in der Schwangerschaft: Die Menge macht’s. Als Richtwert kannst du ca. zwei Portionen Milchprodukte pro Tag nehmen, also beispielsweise ein Glas Milch und einen Joghurt. Damit deckst du den größten Teil deines Kalziumbedarfs.
Wenn du zu viel Milch trinkst (mehr als einen Liter am Tag), kann das zu Blähungen und Schwierigkeiten bei der Eisenaufnahme führen.
Was ist mit Käse in der Schwangerschaft?
Natürlich zählt auch Käse zu den Milchprodukten. Detailliert darüber informieren, welche Käsesorten in der Schwangerschaft geeignet sind und welche du meiden solltest, kannst du dich auf unsere Spezialseite zum Thema Käse in der Schwangerschaft.
Welche Milchprodukte sollte ich in der Schwangerschaft besser meiden?
Es gibt nur wenige Milchprodukte, die du in der Schwangerschaft wirklich meiden solltest. Dazu zählen Rohmilch direkt vom Bauernhof und alle Produkte, die daraus hergestellt werden, zum Beispiel Käse oder Frischkäse aus Rohmilch. Auch Desserts mit Mascarpone mit rohen Eiern, wie das klassische Tiramisu, solltest du besser nicht essen. Alle anderen Milchprodukte, die pasteurisiert sind, kannst du dagegen in Maßen unbesorgt genießen.
Auf unserer Spezialseite zum Thema, was du In der Schwangerschaft nicht essen solltest findest du noch mehr Informationen dazu, welche Lebensmittel in der Schwangerschaft nicht auf deinem Teller landen sollten.
Was ist, wenn ich keine Milchprodukte vertrage?
Nicht jede Schwangere verträgt Milch gut. Manche reagieren mit Blähungen oder Unverträglichkeiten. Wenn das bei dir auch so ist, kannst du auf laktosefreie Milch oder auf Milchalternativen wie Hafer-, Soja- oder Mandelmilch zurückgreifen. Achte beim Kauf darauf, dass die Produkte angereichert sind, zum Beispiel mit Kalzium. Denn nur so können sie ein guter Ersatz für Kuhmilch sein.
Pflanzliche Drinks sind übrigens meistens ebenfalls pasteurisiert, lies aber zur Sicherheit das Etikett. So stellst du sicher, dass du keine rohen Produkte erwischst.
Wenn du in der Schwangerschaft bei Milch- und Milchersatzprodukten auf die Pasteurisierung achtest, kannst du sie sorglos genießen und legst eine sichere Basis für eine gesunde Ernährung – für dich und dein Baby.
Ausgewählte Quellen
https://lern-bw.de/,Lde/startseite/ernaehrungsbildung/rohmilchprodukte-nichts-fuer-schwangere
https://www.bfr.bund.de/mitteilung/erhitzen-macht-milch-zu-einem-sicheren-lebensmittel/
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Dieser Beitrag entstand mit der
fachlichen Beratung von Swantje Outzen.
zusätzlich ausgebildete Still- und Laktationsberaterin
und ausgebildete Trageberaterin. Sie wohnt mit ihrer
Familie in Hamburg und arbeitet aktuell
als freiberufliche Hebamme.
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