Die gute Nachricht schon mal vorweg: Tee kann auch in der Stillzeit eine angenehme Ergänzung zur täglichen Flüssigkeitszufuhr sein. Die meisten Teesorten sind unproblematisch. Bei einigen Kräutern und koffeinhaltigen Tees lohnt sich allerdings ein genauerer Blick.
Wenn du dich fragst, auf was du beim Thema Tee in der Stillzeit achten musst und ob bestimmte Sorten die Milchbildung beeinflussen, findest du hier Antworten.
Dieser Beitrag enthält folgende Abschnitte:
- Was ist bei Tee in der Stillzeit grundsätzlich zu beachten?
- Welche Tees sind in der Stillzeit gut geeignet?
- Welche Tees solltest du in der Stillzeit nur in Maßen trinken?
- Salbei und Pfefferminztee in der Stillzeit meiden
- Können Tees die Milchbildung beeinflussen?
- Welcher Tee bei Erkältung oder Husten in der Stillzeit?
- Brauche ich einen Stilltee?
- Tee gehört für viele Frauen zum entspannten Stillalltag
Was ist bei Tee in der Stillzeit grundsätzlich zu beachten?
Tee ist in der Stillzeit grundsätzlich erlaubt. Zum Glück, denn viele stillende Frauen trinken gern eine warme Tasse Tee, um sich zwischendurch etwas Gutes zu tun oder auf ihre tägliche Trinkmenge zu kommen. Entscheidend ist aber vor allem, dass du insgesamt ausreichend trinkst.
Die meisten Kräuter- und Früchtetees sind in der Stillzeit gut verträglich. Trotzdem gibt es einige Sorten, die du bewusst genießen oder nur gelegentlich trinken solltest.
Beim Thema Tee in der Stillzeit gilt:
- Trinke ausreichend, aber nicht übermäßig.
- Höre auf dein eigenes Bauchgefühl und beobachte, was dir guttut.
- Trinke nicht ausschließlich eine einzige Teesorte.
- Tee ersetzt keine ausgewogene Ernährung, kann aber Teil einer gesunden Trinkroutine sein.
Welche Tees sind in der Stillzeit gut geeignet?
Es gibt viele Tees in der Stillzeit, die du ohne Bedenken trinken darfst. Dazu gehören unter anderem:
- Rooibos-Tee ist koffeinfrei und wird von vielen Frauen gut vertragen. Wenn du nach einer milden Alternative zu schwarzem oder grünem Tee suchst, kann Rooibos-Tee beim Stillen eine gute Wahl sein.
- Kamillentee wird traditionell wegen seines milden Geschmacks geschätzt. Kamillentee in der Stillzeit gilt grundsätzlich als unproblematisch.
- Viele Früchtetees sind in der Stillzeit ebenfalls gut geeignet. Achte lediglich darauf, dass sie dir schmecken und du sie gut verträgst.
- Auch milde Kräutertees wie Melissentee können eine angenehme Abwechslung sein. Melissentee wird in der Stillzeit häufig wegen seines sanften Geschmacks getrunken.
- Fenchel-Anis-Kümmel-Tee wird ebenfalls von vielen stillenden Frauen geschätzt. Solche Mischungen sind auch typische Bestandteile von Stilltee oder Milchbildungstee.
- Auch Brennnesseltee in der Stillzeit, Frauenmanteltee oder Himbeerblättertee werden gelegentlich verwendet. Wissenschaftliche Belege für besondere Vorteile sind allerdings begrenzt.
Informationen über Tees in der Schwangerschaft erhältst du in unserem Special zu diesem Thema.
Welche Tees solltest du in der Stillzeit nur in Maßen trinken?
Schwarzer Tee und grüner Tee enthalten Koffein. Deshalb sind Schwarztee beim Stillen sowie grüner Tee in der Stillzeit nicht verboten, sollten aber sehr bewusst konsumiert werden.
Auch Matcha enthält vergleichsweise viel Koffein. Große Mengen können dazu führen, dass dein Baby unruhig wird. Ein oder zwei Tassen täglich sind aber in der Regel ok.
Salbei und Pfefferminztee in der Stillzeit meiden
Besondere Aufmerksamkeit verdienen Pfefferminze und Salbei. Beide Kräuter werden traditionell mit einer hemmenden Wirkung auf die Milchbildung in Verbindung gebracht.
Stillzeit und Pfefferminze passen zwar grundsätzlich zusammen, allerdings sollte Pfefferminztee nicht in großen Mengen und nicht dauerhaft getrunken werden. Gleiches gilt für Salbeitee.
Wenn du dich also fragst, welche Tees in der Stillzeit meiden oder welche Tees nicht beim Stillen empfohlen werden, gehören vor allem diese beiden Kräuter zu den Sorten, die du vermeiden solltest.
Können Tees die Milchbildung beeinflussen?
Einige Kräuter werden traditionell mit einer milchfördernden Wirkung in Verbindung gebracht. Dazu zählen:
- Fenchel
- Anis
- Kümmel
- Bockshornklee
Diese Kräuter finden sich häufig in sogenanntem Stilltee oder Milchbildungstee. Viele Frauen nutzen solche Mischungen gern. Wissenschaftlich lässt sich ihre Wirkung jedoch nur begrenzt belegen.
Welcher Tee bei Erkältung oder Husten in der Stillzeit?
Wenn du erkältet bist, helfen dir vor allem klassische Kräutertees. Auch Thymian-Tee in der Stillzeit wird bei Husten häufig genutzt.
Bei speziellen Arznei- oder Erkältungstees lohnt sich jedoch ein Blick auf die Inhaltsstoffe. Manche Mischungen enthalten zusätzliche Heilpflanzen, die nicht für jede Stillende geeignet sind.
Wenn du unsicher bist, frage deine Hebamme, deine Ärztin oder deinen Apotheker um Rat. Das gilt besonders, wenn du Medikamente einnimmst oder deine Beschwerden länger anhalten.
Brauche ich einen Stilltee?
Stilltee enthält häufig Fenchel, Anis, Kümmel oder ähnliche Kräuter. Viele Frauen trinken ihn gerne und empfinden ihn als wohltuend.
Ein Stilltee kann Teil deiner täglichen Flüssigkeitszufuhr sein. Für eine gute Milchbildung ist er jedoch keine Voraussetzung. Viel wichtiger sind regelmäßiges Anlegen, ausreichendes Trinken und eine entspannte Stillbeziehung.
Tee gehört für viele Frauen zum entspannten Stillalltag
Tee und Stillzeit passen gut zusammen. Die meisten Kräuter- und Früchtetees sind unproblematisch und du darfst sie ohne Bedenken genießen. Koffeinhaltige Sorten wie Schwarztee oder Grünen Tee solltest du in der Stillzeit nur in kleinen Mengen bewusst genießen, während du auf Salbei- und Pfefferminze beim Stillen eher verzichten solltest.
Stilltee kann eine schöne Ergänzung sein, ist aber kein Muss. Viel wichtiger als eine bestimmte Teesorte ist, dass du ausreichend trinkst und auf dein eigenes Wohlbefinden achtest.
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Dieser Beitrag entstand mit der
fachlichen Beratung von Swantje Outzen.
zusätzlich ausgebildete Still- und Laktationsberaterin
und ausgebildete Trageberaterin. Sie wohnt mit ihrer
Familie in Hamburg und arbeitet aktuell
als freiberufliche Hebamme.
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