Tipps für Schwangere & Mütter

Eurem Baby die Flasche geben – So klappt es!

Baby Flasche geben

Ob du wieder arbeiten gehen willst oder dein Baby nur ab und zu mal ohne dich auskommen muss: Das Abpumpen von Muttermilch und füttern mit der Flasche kann eine gute Alternative sein, damit dein Baby trotzdem nicht auf wertvolle Muttermilch verzichten muss.

Wenn ihr euer Baby mit dem Fläschchen füttern wollt, klappt das nicht immer sofort und ist manchmal sogar ein kleines Abenteuer. Aber wenn es dann klappt, kann es vor allem für die Person, die eurem Baby die Flasche gibt, ein tolles Erlebnis sein. Und wenn ihr beim Flaschenfüttern die wichtigsten Tipps beachtet, wird euer Baby trotzdem auch weiter ohne Probleme an der Brust trinken.

Das solltet ihr beim Füttern beachten!

Wenn ihr euer Baby mit der Flasche füttert, solltet ihr eine Innigkeit wie beim Stillen herstellen – sowohl was die Nähe zwischen der Person, die füttert und eurem Baby, als auch was die Dauer des Trinkens angeht.

  • Euer Baby sollte nah und aufrecht am Körper der/des Fütternden sein. (Es sollte auf keinen Fall im Arm liegen!) Es sollte nicht körperfern gefüttert werden, zum Beispiel in der Autoschale oder einer Babywippe.
  • Achtet auf die Signale eures Kindes. Zeigt es Interesse am Trinken, etwa durch einen geöffneten Mund oder suchende Bewegungen mit dem Köpfchen, dann kann es mit dem Füttern losgehen.
  • Haltet während der Mahlzeit Blickkontakt.
  • Euer Baby sollte dazu eingeladen werden, den Sauger in den Mund zu ziehen statt ihn einfach nur hineinzuschieben.
  • Euer Kind sollte selbst entscheiden, wie viel Milch es trinken möchte. Es sollte nicht gezwungen werden, die Muttermilch auszutrinken.
  • Wenn euer Baby Zeichen wie Wegdrehen oder Loslassen des Saugers zeigt oder gar einschläft, ist dies der Moment, in dem es genug getrunken hat.

    Das Füttern von Stillbabys

    Oft ist es gar nicht einfach, einem Stillbaby die Flasche zu geben, denn es liebt das Saugen an der Brust und ist nur mit dieser Trinktechnik vertraut. Deshalb solltet ihr das Füttern aus der Flasche mit ihm trainieren. Dafür sollte die Stillbeziehung zwischen dir und deinem Baby gefestigt sein, das heißt es sollte sicher an deiner Brust trinken. Das ist in der Regel nach sechs bis acht Wochen der Fall. Ihr könnt ihm dann hin und wieder ein Fläschchen mit abgepumpter Muttermilch geben. Wenn euer Kind schon älter ist, kann es sein, dass es sich mit dem Wechsel von der Brust zur Flasche schwertut. Hier braucht es dann viel Geduld. Am besten füttert dein Partner das Baby, während du den Raum verlässt. So ist es etwas einfacher, denn du riechst nach der begehrten Muttermilch und das irritiert euer Kind möglicherweise.

    Bei der Wahl der Flasche und des dazugehörigen Saugers sind die Eigenschaften des Saugers entscheidend. Dieser sollte besonders weich, dehnbar und flexibel sein. Ultraschall-Studien haben gezeigt, dass Babys, die mit dem Natural Wave® Sauger aus dem Fläschchen trinken, ihr natürliches Trinkverhalten beibehalten und nach dem Trinken aus der Flasche keine Probleme haben, wieder an der Brust gestillt zu werden. Eine verminderte Saugverwirrung ist klinisch bestätigt.

    So pumpst du Muttermilch ab

    So oder so… Damit dein Baby trotz deiner Abwesenheit von den Vorteilen der Muttermilch profitiert, musst du Muttermilch abpumpen. Probiere rechtzeitig aus, welche Abpumpmethode für dich angenehm ist und zu dir passt.

    Wenn ihr eurem Baby nur ab und zu Muttermilch aus der Flasche geben wollt, kannst du deine Brust zum Beispiel nach einer kurzen Massage mit der Hand entleeren. Deine Hebamme oder Stillberaterin kann dir zeigen, wie es funktioniert.

    Wenn du lieber Muttermilch abpumpen möchtest, informiere dich über die unterschiedlichen Modelle wie Handmilchpumpe, Silikonpumpe und elektrische Pumpe. Du kannst dabei zwischen einer eigenen oder gemietete Milchpumpe wählen. Du solltest überlegen, ob ein einfaches Pumpset ausreicht oder du gleich doppelseitig abpumpen möchtest. Damit gewinnst du die doppelte Menge an Milch und sparst Zeit.  Um herauszufinden, was für dich angenehm, komfortabel, praktisch und finanzierbar ist, kannst du vorher verschiedene Pumpen ausprobieren. Vielleicht kann deine Hebamme dir verschiedene Modelle zeigen oder sogar ausleihen! In vielen Apotheken erhältst du elektrische Milchpumpen gegen eine Leihgebühr oder auf Rezept (Dieses stellt dir deine Frauenärztin oder dein Frauenarzt aus).

    So legst du einen Milchvorrat an

    Wenn du schon bald nach der Geburt wieder arbeiten gehen musst oder willst, nutze bereits das Wochenbett, um einen Milchvorrat anzulegen, damit später kein Stress durch Milchengpässe entsteht. Gönn dir aber unbedingt erst einmal drei bis vier Wochen, um dich und dein Baby mit dem Stillen vertraut zu machen. Im Alter von zwei Monaten benötigt ein Kind pro Tag etwa 800 ml Milch, die Trinkmenge einer Mahlzeit liegt bei 80 bis 110 ml. Angenommen du wirst einen ganzen Tag von eurem Baby getrennt sein, solltest du fünf- bis sechsmal abpumpen, um einen Tagesbedarf an Muttermilch zu erhalten. Bei geübten Pumpmamas kann es auch weniger oft nötig sein. Solltest du unterwegs abpumpen, benötigst du eine Kühltasche für den Transport. Am Arbeitsplatz lagerst du die abgepumpte Milch am besten in einem Kühlschrank.

    So lange hält sich frisch abgepumpte Muttermilch:

    • Bei Raumtemperatur (ca 21° C): ca. 6 bis 8 Stunden
      Die Milch muss dann umgehend verfüttert werden, bitte keine weitere Aufbewahrung!
    • Im Kühlschrank (4° C bis 6° C; nicht in der Tür): 3 Tage
      Milch, die du innerhalb von 24 Stunden gesammelt hast, kannst du bei 4 bis 6° C aufbewahren und dann einfrieren. Verschieden Milchportionen aus diesem Zeitraum sollten aber die gleiche Temperatur haben, bevor du sie vermischst.
    • In der Tiefkühltruhe (bei -17° C oder kälter): 6 Monaten
      Das Einfrieren ist eine ideale Konservierungsart für Muttermilch, wenn es schnell und das Auftauen schonend geschieht.

    Gut zu wissen!

    Eingefrorene und wieder aufgetaute Milch verändert oft ihren Geschmack. Verbrauche daher immer die am längsten gelagerte Milch zuerst. Lasse dein Baby probieren, ob es die für deine Abwesenheit vorgesehene Milch wirklich trinken wird. Es kann helfen, die ältere Milch mit frisch abgepumpter Milch zu mischen.

    Viel Erfolg und viel Spaß beim Füttern eures Babys mit der Flasche!

    You have successfully subscribed!