Weltstillwoche 2016

 

Die Weltsillwoche ist die größte gemeinsame Kampagne aller Organisationen, die das Stillen fördern. Das diesjährige Motto der Weltstillwoche “Stillen – Fundament für nachhaltige Entwicklung” stellt in den Mitelpunkt den Zusammenhang zwischen Stillen und nachhaltige Entwicklung.
Stillen ist Schlüssel zur nachhaltigen Entwicklung. Das zeigen die 17 Nachhaltigkeitsziele bezogen auf das Stillen:

 

 Stillen und Nachhaltigkeit - Weltstillwoche Ziel 1

#1 Stillen ist eine natürliche und kostengünstige Art der Ernährung von Babys und Kindern. Es ist für jeden erschwinglich und belastet im Unterschied zur Muttermilchersatznahrung das Haushalteinkommen nicht. Stillen tut dadurch etwas für die Armutsbekämpfung.

 

 Stillen und Nachhaltigkeit - Weltstillwoche Ziel 2

#2 Ausschließliches Stillen bis zum 6. Lebensmonat und Stillen bis zum 2. Lebensjahr und darüber hinaus liefert hochwertige Nährstoffe und genügend Energie. Stillen unterstützt damit die Bekämpfung von Hunger, Unterernährung und Fettleibigkeit. Stillen bedeutet Ernährungssicherheit für Kinder.

 

 Stillen und Nachhaltigkeit - Weltstillwoche Ziel 3

#3 Stillen verbessert die Gesundheit, die Entwicklung und das Überleben von Säuglingen und Kleinkindern. Sowohl kurz- als auch langfristig trägt es außerdem zur Verbesserung der mütterlichen Gesundheit bei.

 

 Stillen und Nachhaltigkeit - Weltstillwoche Ziel 4

#4 Stillen und hochwertige Beikost leisten einen wesentlichen Beitrag zur psychischen und kognitiven Entwicklung von Kindern und fördern dadurch das Lernen.

 

 Stillen und Nachhaltigkeit - Weltstillwoche Ziel 3

#5 Stillen gibt jedem Kind den gleichen, besten Start ins Leben. Stillen ist ein Recht der Frauen. Sie sollten von der Gesellschaft dabei unterstützt werden. Die Erfahrung ein Kind zu stillen, kann für Mütter bestätigend und fördernd sein, da sie die Art der Ernährung ihres Babys selbst bestimmen.

 

Stillen und Nachhaltigkeit - Weltstillwoche Ziel 6

#6 Stillen nach Bedarf versorgt das Baby mit ausreichend Wasser, selbst bei warmem Wetter. Hingegen setzt die Zubereitung von Muttermilchersatznahrung hygienische Bedingungen und Zugang zum sauberen Wasser voraus.

 

Stillen und Nachhaltigkeit - Weltstillwoche Ziel 7

#7 Die Produktion von Muttermilchersatzprodukten erfordert eine große Menge an Energie. Stillen entgegen nicht. Es reduziert daher nachhaltig den Bedarf an Wasser, Brennholz und fossilen Brennstoffen.

 

Stillen und Nachhaltigkeit - Weltstillwoche Ziel 8

#8 Stillende Frauen, die von ihren Arbeitgebern unterstützt werden, sind produktiver und loyaler. Mutterschutz und andere arbeitsplatzpolitische Regelungen ermöglichen Müttern, Stillen und Beruf miteinander zu vereinbaren. Arbeitsplätze sollten an die speziellen Bedürfnisse stillender Mütter angepasst werden.

 

Stillen und Nachhaltigkeit - Weltstillwoche Ziel 9

#9 In Zeiten der Industrialisierung und Urbanisierung sind zeitliche und räumliche Flexibilität gefordert. Damit berufstätige stillende Mütter diesen Forderungen entsprechen können, sollten sie von ihrem Arbeitgeber, der Familien und der sozialen Gemeinschaft unterstützt werden. Kinderbetreuung in der Nähe des Arbeitsplatzes, Stillräume und geregelte Stillpausen können dabei hilfreich sein.

 

Stillen und Nachhaltigkeit - Weltstillwoche Ziel 10

#10 Die Stillberatungspraktiken sind weltweit unterschiedlich. Das Stillen sollte geschützt, gefördert und unterstützt werden, insbesondere aber unter den armen und benachteiligten Gruppen. Dies wird dazu beitragen, Ungleichheiten zu verringern.

 

Stillen und Nachhaltigkeit - Weltstillwoche Ziel 11

#11 In der Hektik der Großstädte sollten sich stillende Mütter und ihre Babys in allen öffentlichen Räumen sicher und willkommen fühlen. Bei Naturkatastrophen und humanitären Krisen sind Frauen und Kinder überproportional betroffen. Schwangere und stillende Frauen benötigen in solchen Zeiten besondere Unterstützung.

 

Stillen und Nachhaltigkeit - Weltstillwoche Ziel 12

#12 Stillen ist eine gesunde, praktikable, umweltfreundliche, ressourcenschonende, nachhaltige und natürliche Quelle für Ernährung.

 

Stillen und Nachhaltigkeit - Weltstillwoche Ziel 13

#13 In Zeiten von Not und durch den Klimawandel verstärkten Naturkatastrophen sichert das Stillen die Gesundheit und Ernährung von Säuglingen.

 

Stillen und Nachhaltigkeit - Weltstillwoche Ziel 14

#14 Stillen verursacht weniger Müll als die Muttermilchersatznahrung. Bei der industriellen Produktion von Pulvermilchnahrung und deren Vertrieb entstehen Abfälle, die unsere Meere verschmutzen und sich auf die Lebewesen darin auswirken.

 

Stillen und Nachhaltigkeit - Weltstillwoche Ziel 3

#15 Stillen ist umweltfreundlicher als die Muttermilchersatznahrung. Die Produktion von Milchnahrung fördert die Massentierhaltung und erhöht damit den Ausstoß von Kohlendioxid, der maßgeblich zum Klimawandel beiträgt.

 

Stillen und Nachhaltigkeit - Weltstillwoche Ziel 16

#16 Das Stillen ist in vielen Menschenrechtsrichtlinien und Konventionen verankert. Auf nationaler Ebene sind weitere Gesetze und politische Entscheidungen notwendig, um die Rechte stillender Mütter aufrechtzuerhalten und auszubauen.

 

Stillen und Nachhaltigkeit - Weltstillwoche Ziel 17

#17 Die Globale Strategie zur Ernährung von Säuglingen und Kleinkindern (GSIYCF) setzt auf branchenübergreifende Zusammenarbeit. Diese ermöglicht verschiedene Kooperationen und Initiativen zur Unterstützung des Stillens.