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Unabhängige Studie zu hochaufgereinigtem Lanolin

1 September 2015

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Hochaufgereinigtes Lanolin ist Gegenstand einer Studie geworden. Diese unabhängige, in Deutschland durchgeführte Studie untersucht die Wirksamkeit von hochaufgereinigtem Lanolin im Vergleich zu ausgestrichener Muttermilch auf wunden Brustwarzen zu Beginn der Stillzeit. Alle Ergebnisse sowie weitere Informationen zu beanspruchten Brustwarzen finden Sie hier.

Unabhängige Studie zu hochaufgereinigtem Lanolin

Schmerzende und wunde Brustwarzen sind bei stillenden Müttern weit verbreitet und stellen eine Hürde für den erfolgreichen Beginn der Stillbeziehung dar. Das Ziel der 2005-2007 durchgeführten, unabhängigen Studie war die Bewertung der Wirksamkeit von hochaufgereinigtem Lanolin medizinischer Güte gegenüber ausgestrichener Muttermilch bei der Behandlung schmerzender und wunder Brustwarzen im Zusammenhang mit dem Stillen.

Die Studie wurde durchgeführt von M. Abou-Dakn (Gynäkologie), J.W. Fluhr (Dermatologie), M. Gensch (Gynäkologie) und A. Wöckl (Gynäkologie)

Kontrollierte klinische Studie mit 84 stillenden Müttern an zwei babyfreundlichen Krankenhäusern in Berlin. 

Die zugrunde liegenden Kriterien zur Beurteilung der Wirksamkeit beider Behandlungsmethoden waren:

  • Schmerzen der Brustwarze,
  • Verletzungen der Brustwarze,
  • Heilungsfortschritt sowie
  • Stilldauer, Komplikationen und postnatales Gesamtbefinden.

Die Auswertung sprach in allen Punkten für die hochaufgereinigte Lanolin-Gruppe.

  • Schnellere Schmerzlinderung
  • Effektiverer Heilungsprozess
  • Niedrigere Abbruchrate des Stillbeginns
  • Weniger Fälle von Milchstau und Mastitis
Die Autoren kamen zu folgendem Ergebnis: Hochaufgereinigtes Lanolin ist effektiver bei der Schmerzreduktion und der Heilungsunterstützung einer Verletzung der Brustwarze als ausgestrichene Muttermilch.

Die schnelle, effektive Schmerzlinderung und die Pflege der verletzten Brustwarze sind von großer Bedeutung, um Mütter zu ermutigen und es ihnen zu ermöglichen, das Stillen fortzusetzen. Die äußerliche Anwendung von Muttermilch auf wunden Brustwarzen ist bisher Erstempfehlung, obwohl dazu beweisführende Studien fehlten. Die jetzt vorliegenden Ergebnisse werfen ein neues Licht auf die Wundbehandlung schmerzender Brustwarzen, eine Überarbeitung der Empfehlungen zugunsten von hochaufgereinigtem Lanolin ist die Schlussfolgerung.

Die komplette Studie ist online unter dem Titel "Positive Effect of HPA Lanolin versus Expressed Breastmilk on Painful and Damaged Nipples during Lactation" veröffentlicht.

Die Studie erschien im November 2010 in der dermatologischen Fachzeitschrift „Skin Pharmacology and Physiology“ 24/2011, S. 27-35.

Detailliertere Informationen zur Studie finden Sie auch auf der folgenden Website www.wunde-brustwarzen.de

Ein deutschsprachiger Artikel über die Studienergebnisse ist im Oktober im Fachmagazin "Die Hebamme" erschienen, im Folgenden können Sie den Artikel lesen und herunterladen:

Sonderdruck von der Fachzeitschrift die HebammeDie Hebamme: Sonderdruck aus Heft 3, 2011: Schmerzhafte und wunde Brustwarzen

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