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Mastitis

3 Juli 2017

Mastitis erkennen und vorbeugen - Tipps für stillende Mütter von Lansinoh

Stillen ist eine sehr intensive Erfahrung zwischen Mutter und Kind. Es stärkt die Bindung und beschert beiden wunderschöne Momente der innigen Nähe. Durch die Muttermilch bekommt das Baby genau die richtigen Nährstoffe, die es für eine optimale Entwicklung in den ersten Jahren braucht. Doch wird die Brust unzureichend entleert oder das Kind nicht richtig angelegt, kann Stillen zu einem äußerst schmerzhaften Erlebnis für die Mutter werden. Unbehandelt kann ein Milchstau eine Mastitis auslösen. Was sind die Anzeichen für eine Mastitis und wie lässt sie sich vermeiden?

Was ist eine Mastitis?

Die Mastitis oder Brustdrüsenentzündung ist eine Entzündung oder Infektion der Brust, bei der es zu starken Schwellungen und Schmerzen in der betroffenen Brust kommen kann. Zu einer Mastitis kann es jederzeit kommen. Meistens sind jedoch stillende Mütter zu Beginn der Stillzeit davon betroffen.

Milchstau lösen - Mastitis verhindern

Eine Mastitis ist meistens die Folge eines nicht aufgelösten Milchstaus in Verbindung mit wunden oder verletzten Brustwarzen. Besonders am Anfang der Stillzeit, wenn die Brust mehr Milch produziert, als ein Baby trinkt, kann sich ein Milchstau bilden. Die häufigsten Ursachen dafür sind eine nicht vollständige Entleerung der Brust, falsches Anlegen des Kindes oder zu lange Stillpausen. Die Brust spannt schmerzhaft, fühlt sich heiß, angeschwollen und hart an. Der Milchstau sollte möglichst schnell aufgelöst werden. Mit unseren Ratschlägen zur ersten Hilfe, können Sie schnell und effektiv der Bildung einer Mastitis vorbeugen.

Mastitis: Anzeichen erkennen

Fühlen Sie sich nach 8 bis 24 Stunden nicht besser, haben sich die blockierten Milchkanäle vielleicht entzündet. Eine solche Brustdrüsenentzündung – Mastitis – kann sehr schmerzhaft sein und muss behandelt werden.

Anzeichen einer Mastitis sind:

  • Körpertemperatur über 38,4°C
  • Rötung auf der betroffenen Brust sowie Berührungsempfindlichkeit dieses Hautareals
  • Grippeähnliche Symptome wie allgemeines Unwohlsein, Schlappheit, Übelkeit oder Schüttelfrost
  • Blut oder Eiter in der Muttermilch sind selten, aber möglich

Wenn eine Mastitis auftritt, sollten Sie umgehend Ihre Hebamme oder Stillberaterin kontaktieren, um die Ursache abzuklären und eine Wiederholung zu vermeiden. Ihr Arzt kann Ihnen – wenn nötig – ein Antibiotikum verschreiben, das mit dem Stillen verträglich ist. Sie können beruhigt weiter stillen, dank der Antikörper in der Muttermilch ist Ihr Baby vollkommen geschützt. Auch eine homöopathische Therapie ist in einigen Fällen möglich.

Qualifizierte Hebammen und Stillberaterinnen finden Sie z.B. beim Deutscher HebammenVerband und beim Berufsverband Deutscher Laktationsberaterinnen

 

Thumbnail Themenblatt Download Themenblatt "Milchstau & Mastitis - Wie sich eine Brustdrüsenentzündung vermeiden lässt" (PDF)

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