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Beikosteinführung beim Stillkind

23 Mai 2017

Foto zum Thema Beikosteinführung beim Stillkind - Tipps von Lansinoh

Nach dem ausschließlichen Stillen folgt der nächste Schritt: Die erste Beikost! Wie erkennen Sie den richtigen Zeitpunkt für die Einführung von Beikost? Und womit fangen Sie am besten an? Lansinoh hat für Sie hilfreiche Informationen rund um Beikosteinführung beim Stillkind zusammengestellt.

Beikost einführen - wann geht’s los?

Der ideale Zeitpunkt zur Einführung von Beikost ist individuell und kann stark variieren. Für ein gesundes, termingeborenes Baby ist Muttermilch während der ersten 6 Monate die perfekte Nahrung. Manche Kinder starten ein bisschen eher mit der Beikost, andere aber auch etwas später. Wichtig ist, dass Sie neben geeigneter Beikost weiterstillen, damit sich der kleine Organismus an die neue Nahrung gewöhnen kann. Muttermilch hilft ihm dabei.

Um die Hälfte des 1. Lebensjahres zeigen die meisten Babys ein größeres Nahrungsbedürfnis, das auch trotz häufigeren Stillens anhält. Bemerken Sie außerdem an der Körpersprache des Kindes am Familientisch ein reges Interesse an anderer Nahrung, dann ist der Zeitpunkt reif die Beikosteinführung.

Die ersten Mahlzeiten verlaufen gewöhnlich ruhiger, wenn die Mutter ihrem Baby erst die Brust gibt, sodass der größte Appetit gestillt ist.

Welche Nahrungsmittel können wann angeboten werden?

Ab 6. Monat: gekochtes Gemüse, Kartoffeln, Fleisch, Fisch, Getreide, Obst

Ab 8. Monat: Breie nicht mehr zu fein pürieren, Teigwaren, Brot, Kartoffeln oder gekochte Gemüsestücke zum Essen mit der Hand anbieten

Gegen Ende des 1. Lebensjahres: Umstellung auf eine Familienkost

Je nach Kultur sind die Beikostangebote ganz unterschiedlich. Ja, sie variieren sogar von Familie zu Familie. Eigentlich gilt: Das Kind wird am Familientisch aufgenommen und isst, was dort geboten wird – zunächst weich gekocht und handgerecht zerkleinert, manchmal püriert. Damit sich das Kind an den neuen Geschmack gewöhnen kann, sollten Sie wiederholt die gleichen Nahrungsmittel anbieten. Nach zwei Wochen kann dasselbe Obstmus, das es vorher abgelehnt hat, Begeisterung auslösen.

Sind die ersten Schritte geschafft, kann eine vollwertige Mahlzeit bestehend aus Gemüse mit Öl, Kartoffeln und Fleisch oder Fisch angeboten werden. Zum Verdünnen eignen sich Muttermilch, Wasser oder Gemüsesud. Die Zutaten werden schonend gedünstet oder in Dampf gegart und nicht gesalzen. So behalten Sie den größten Nährwert.

Später kann Getreide und Obst oder Milch-Getreide-Obst angeboten werden. Als Getreide können Grieß oder Flocken (möglichst Vollkorn) verwendet werden. Idealerweise wird glutenhaltiges Getreide von Beginn der Beikost an eingeführt, da neuere Forschungen zeigen, dass dies einen präventiven Effekt auf die Entwicklung einer Zöliakie (d.h. Glutenunverträglichkeit) haben könnte. Als Früchte eignen sich heimische saisonale Obstsorten am besten. Zur Zubereitung des Breies kann bereits Vollmilch verwendet werden. Stillen Sie während des gesamten ersten Lebensjahres neben der Beikost weiter, können Sie auf Kuhmilch komplett verzichten.

Ein hypoallergener Beikost-Aufbau wird heute nicht mehr empfohlen. Einzig beim Verzicht von Ei im ersten Lebensjahr bleibt die Empfehlung bestehen, wenn in der Familie eine Allergie gegen Eier besteht.

Baby-led Weaning - Was ist das?

"Baby led weaning" bedeutet, dass das Kind von der Muttermilch zu "richtigem" Essen übergeht und sie ihm lediglich dabei helfen, indem Sie möglichst viele Optionen bieten statt eine Brei-Reihenfolge vorzugeben. Es gibt viele Kinder, welche die breiige Konsistenz der Nahrung nicht lieben. Verständlich, bei Ihnen am Tisch sieht Ihr Baby, was die Familie isst. Selten handelt es sich dabei um Brei. Probieren Sie es aus: Bereiten Sie Ihrem Kind fingerrechte Nahrung zu, z.B. weichgekochte Kartoffeln, Karotten und Nudeln. Viele Kinder essen mit großer Freude, wenn Sie selbst zugreifen dürfen und sind in der Folge oft schon mit einem Jahr geschickt mit Kinderlöffel und Kindergabel.

Neuere Studien belegen nun, dass eine Mischung aus „Baby led Weaning“ und klassischer Breikost den Ansprüchen der Kinder in Bezug auf Nährstoff- und Vitaminzufuhr am besten entspricht und ihren Bedarf ausreichend deckt.

Überlassen Sie also Ihrem Kind, wann es mit dem Essen von Beikost beginnen möchte und geben Sie zusätzlich zum Brei auch „Fingerfood“. So fühlt es sich „wie ein Großer“ und Essen macht richtig Spaß!

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