Sind schwangere Frauen bestmöglich aufs Stillen vorbereitet? Erkenntnisse der internationalen Lansinoh Stillumfrage 2016

Anlässlich der Weltstillwoche hat Lansinoh eine Umfrage unter 1.044 Kinderärzten, Gynäkologen, Kinderkrankenschwestern, Hebammen und Stillberaterinnen aus Deutschland, Frankreich, England, den USA und Brasilien durchgeführt. Ziel war es, Erkenntnisse über die Erfahrungen und die Rolle der Befragten in der Stillberatung Schwangerer und stillender Mütter zu gewinnen.

Vorschaubild zur Internationalen Stillumfrage 2016 Lanisnoh

Laut der Umfrage ist sich das medizinische Fachpersonal einig, dass Schwangere möglichst früh über das Stillen und mögliche Schwierigkeiten während der Stillzeit aufgeklärt und beraten werden sollten. Konsens herrscht ebenfalls über die Wichtigkeit des Stillens – die vielen Vorteile für Mutter und Kind sind hinlänglich bekannt und 83% aller Ärzte empfehlen, dass frischgebackene Mütter auf jeden Fall versuchen sollten, zu stillen.

Häufigste Stillhürden: Schmerzende Brustwarzen und mangelndes Wissen

Im Klaren ist man sich auch über mögliche Stillhürden, die dabei überwunden werden müssen: Schmerzende Brustwarzen (30%), mangelndes Wissen über Stilltechniken oder -hilfsmittel (24%) oder auch die Befürchtung der Mutter, sie könne es nicht richtig machen, werden als mögliche Ursachen dafür genannt, weshalb es zu Schwierigkeiten beim Stillen oder gar zum Stillabbruch kommt.

Lansinoh Stillheft beantwortet wichtige Fragen zum Stillen

Angeregt durch die gewonnenen Umfrageergebnisse wird sich Lansinoh künftig noch gezielter speziell an die werdenden Mütter wenden. Erste Schritte sind bereits mit einer umfangreichen Broschüre über das Stillen, die schon in der Schwangerschaft wichtige Fragen zu Stillbeginn, Wochenbett und Stillschwierigkeiten beantwortet, getan. Das Lansinoh Stillheft "Stillen ist ein Geschenk" wird an medizinisches Fachpersonal zur Beratung junger Familien herausgegeben. Darin werden Themen wie Stillpositionen behandelt und praktische Tipps zum Anlegen des Neugeborenen gegeben. Wichtige Themen wie psychische und physische Erschöpfung werden ebenfalls angesprochen. Ein Fragebogen, den die Schwangere gezielt mit in die Sprechstunde ihres Frauenartzes nehmen kann, rundet die Informationsbroschüre ab.
„Welche Unterstützung kann ich beim Stillen in den ersten Tagen nach der Geburt bekommen?“ ist nur eine Frage, die sich wahrscheinlich jede Erstgebärende am Anfang  stellt. Ein Neugeborenes wird zu Stillbeginn etwa acht- bis zehnmal gefüttert – und das praktisch rund um die Uhr. Das kann für eine junge Mutter zu Stress oder gar Überforderung führen.“, so Katja van Steenkiste, Hebamme und Still- und Laktationsberaterin IBCLC bei Lansinoh Deutschland. „Es ist daher immens wichtig, dass die frischgebackenen Eltern schon im Vorfeld Tipps bekommen, die ihnen dabei helfen, ihre persönlichen Stillziele ohne Erschöpfung zu erreichen. Sich mit diesen gemeinsam schon weit vor dem errechneten Geburtstermin auseinanderzusetzen und eine möglichst umfangreiche Beratung zu leisten, stellt eine wichtige Aufgabe der Ärzte, Hebammen und Stillberaterinnen dar.“

Stillberatung bereits ab der 27. Woche

Auf das richtige Timing kommt es an! So hat die Umfrage ergeben, dass Schwangere im letzten Trimester am empfänglichsten für ein ausführliches Stillberatungsgespräch sind.
73% des medizinischen Fachpersonals sind sich daher darüber einig, dass man bereits vor der Geburt mit der Beratung ansetzen sollte. Planung und gute Vorbereitung sind also wie so oft der Schlüssel zum Erfolg. Und das gilt selbstverständlich auch für das Stillen.