Tipps für Schwangere & Mütter

Zu wenig Muttermilch?

Zu wenig Muttermilch?

Hast du das Gefühl, deine Milch reicht nicht für dein Baby? Hier einige Tipps, wie du deine Milchbildung anregen kannst.

Viele stillende Mütter machen sich – besonders in der Anfangszeit – Sorgen darum, nicht genügend Milch für ihr Baby zu bilden. Diese Sorge ist oft ganz unbegründet. Die Muttermilch verändert sich und auch die Menge variiert – von Mahlzeit zu Mahlzeit, von Tag zu Tag und von Woche zu Woche. Solange dein Baby zufrieden ist und zunimmt, kannst du dir sicher sein, dass deine Milchbildung gut funktioniert. Auch genügend volle Windeln sind ein Zeichen dafür, dass dein Kind ausreichend trinkt – in 24 Stunden solltest du mindestens fünf nasse schwere Windeln wechseln.

Bildest du aber wirklich zu wenig Milch, kann das zum Beispiel daran liegen, dass du von der Anstrengung der Geburt und den schlaflosen Nächten sehr erschöpft bist oder dein Baby zu schwach zum Trinken ist. Hier einige Tipps, wie du deine Milchbildung anregen kannst:

Auch du bist wichtig

Es ist ganz natürlich, dass du dich als Mutter darauf konzentrierst, dass dein Baby alles hat, was es braucht. Aber es ist auch wichtig, dass du dich um dich selbst gut kümmerst. Gönne dir die nötige Ruhe. Nimm dir zwischendurch immer wieder kurze Pausen und mache auch ruhig mal einen Mittagsschlaf. Achte auf eine ausgewogene Ernährung und trinke immer ausreichend. Und nicht vergessen: Während du stillst, braucht dein Körper zusätzliche Kalorien. Halte also immer ein paar gesunde Snacks für zwischendurch bereit!

Die richtige Ernährung kann helfen

Pflanzliche Heilmittel wie Bockshornklee und Mariendistel können deine Milchbildung steigern – als Kapseln oder Zutat im Stilltee. Die genaue Dosierung besprichst du am besten mit deiner Hebamme oder Stillberaterin. Auch nährstoffreiche und ballastreiche Getreide wie Hafer oder Gerste sind gute Energielieferanten und können die Milchbildung ankurbeln. Möchtest du zusätzliche Nahrungsergänzungsmittel einnehmen, tausche dich am besten mit einer Stillberaterin darüber aus.

Stille möglichst effizient

Deine Milchbildung basiert auf Angebot und Nachfrage. Je mehr dein Kind trinkt, umso mehr Milch bildet dein Körper. Die Menge verändert sich also stetig und passt sich immer dem Bedarf deines Kindes an. Willst du deine Milchbildung steigern, achte darauf, dass du dein Kind korrekt anlegst und stille immer an beiden Seiten. Ist dein Kind satt, aber deine Brust fühlt sich noch nicht weich an, hilf etwas nach, indem du sie mit der Hand ausstreichst. Um mehr Milch zu produzieren, empfiehlt es sich auch, nachts häufiger zu stillen oder zusätzlich abzupumpen. Das Milchbildungshormon Prolaktin erreicht dann seinen höchsten Wert, dein Körper bildet nachts also am meisten Milch.

Pumpen, pumpen, pumpen

Regelmäßiges und korrektes Stillen ist die effektivste Methode, deine Milchbildung anzuregen. Auch eine Handmilchpumpe kann deinem Körper dabei helfen. Du stillst normal weiter, benutzt die Pumpe aber zusätzlich nach dem Stillen, um deinem Körper zu signalisieren, dass er mehr Milch produzieren soll. Wenn du häufiger oder regelmäßig zusätzlich abpumpen möchtest, eignet sich dafür eine Doppelmilchpumpe am besten, da sich gezeigt hat, dass gleichzeitiges Abpumpen an beiden Brüsten die Milchbildung am effektivsten steigert. Aber auch wechselseitiges Abpumpen an beiden Seiten – etwa mit der Elektrischen Milchpumpe Kompakt – oder das Powerpumpen können sehr hilfreich sein.

Wichtig ist, dass du ein wenig Geduld hast. Und wundere dich nicht, wenn es nicht sofort wirkt: Es kann einige Tage dauern, bis dein Körper tatsächlich mehr Milch bildet.

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