Tipps für Schwangere & Mütter

Mastitis

Mastitis

Stillen ist eine sehr intensive Erfahrung zwischen Mutter und Kind. Es stärkt die Bindung und beschert beiden wunderschöne Momente der innigen Nähe. Durch die Muttermilch bekommt das Baby genau die richtigen Nährstoffe, die es für eine optimale Entwicklung in den ersten Jahren braucht. Doch wird die Brust unzureichend entleert oder das Kind nicht richtig angelegt, kann Stillen zu einem äußerst schmerzhaften Erlebnis für die Mutter werden. Unbehandelt kann ein Milchstau eine Mastitis auslösen. Was sind die Anzeichen für eine Mastitis und wie lässt sie sich vermeiden?

Was ist eine Mastitis?

Die Mastitis oder Brustdrüsenentzündung ist eine Entzündung oder Infektion der Brust, bei der es zu starken Schwellungen und Schmerzen in der betroffenen Brust kommen kann. Zu einer Mastitis kann es jederzeit kommen. Meistens sind jedoch stillende Mütter zu Beginn der Stillzeit davon betroffen.

Milchstau lösen – Mastitis verhindern

Eine Mastitis ist meistens die Folge eines nicht aufgelösten Milchstaus in Verbindung mit wunden oder verletzten Brustwarzen. Besonders am Anfang der Stillzeit, wenn die Brust mehr Milch produziert, als ein Baby trinkt, kann sich ein Milchstau bilden. Die häufigsten Ursachen dafür sind eine nicht vollständige Entleerung der Brust, falsches Anlegen des Kindes oder zu lange Stillpausen. Die Brust spannt schmerzhaft, fühlt sich heiß, angeschwollen und hart an. Der Milchstau sollte möglichst schnell aufgelöst werden. Mit unseren Ratschlägen zur ersten Hilfe kannst du schnell und effektiv der Bildung einer Mastitis vorbeugen.

Mastitis: Anzeichen erkennen

Ein Milchstau löst sich durch Massieren, Abpumpen und viel Ruhe meistens nach kurzer Zeit. Fühlst du dich nach acht bis 24 Stunden jedoch immer noch nicht besser, haben sich die blockierten Milchkanäle möglicherweise entzündet. Eine solche Brustdrüsenentzündung (Mastitis) kann sehr schmerzhaft sein und muss ärztlich behandelt werden.

Anzeichen einer Mastitis sind:

  • Körpertemperatur über 38,4° C
  • Rötung auf der betroffenen Brust und eine
  • Berührungsempfindlichkeit
  • Grippeähnliche Symptome wie allgemeines Unwohlsein, Schlappheit, Übelkeit oder Schüttelfrost

Wenn eine Mastitis auftritt, solltest du umgehend deine Hebamme oder Stillberaterin kontaktieren, um die Ursache abzuklären und eine Wiederholung zu vermeiden. Deine Ärztin oder dein Arzt kann dir – wenn nötig – ein Antibiotikum und fiebersenkende Medikamente verschreiben, die mit dem Stillen verträglich sind. Du kannst beruhigt weiterstillen, dank der Antikörper in der Muttermilch ist dein Baby vollkommen geschützt.

Qualifizierte Hebammen und Stillberaterinnen findest du z.B. beim Deutscher HebammenVerband.

Hier Infoblatt als PDF "Milchstau & Mastitis – Wie sich eine Brustdrüsenentzündung vermeiden lässt" herunterladen.

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