Tipps für Schwangere & Mütter

So bereitest du dich am besten auf die Geburt vor

So bereitest du dich am besten auf die Geburt vor

An was du als werdende Mutter alles denken musst! Die Anmeldung für einen Geburtsvorbereitungskurs, die Suche nach der richtige Geburtsklinik und die Ausstattung für dein Baby sind noch längst nicht alles. Hier eine Checkliste, damit du nichts vergisst.

Bald beginnt euer neues Leben als Familie. Damit du gut vorbereitet bist und dich nach der Geburt voll auf dein Baby konzentrieren kannst, solltest du vor dem großen Ereignis möglichst viel erledigen. Und dir die Zeit nehmen, dich und deinen Körper auf die Geburt vorzubereiten. 

33. Schwangerschaftswoche: Mutterschaftsgeld beantragen

Alle Arbeitnehmerinnen, die gesetzlich oder freiwillig gesetzlich versichert sind – mit der Option auf Krankengeld –,  haben Anspruch auf Mutterschaftsgeld. Vom Frauenarzt bekommst du eine Bescheinigung über den Stichtag, also den mutmaßlichen Tag der Entbindung. Diesen Zettel musst du auf der Rückseite ausfüllen und dann zu deiner Krankenkasse schicken. Du bekommst mit diesem Antrag dann dein Mutterschaftsgeld ausgezahlt.

Bitte teile deinem Arbeitgeber spätestens jetzt mit, wie lange du planst, in Elternzeit zu gehen. Auch dein Partner sollte zu diesem Zeitpunkt seine Absicht erklären, in Elternzeit zu gehen. Für die Beantragung deines bzw. eures Elterngeldes kannst du den nötigen Antrag bereits in der Schwangerschaft besorgen (online herunterladen) und deine letzten 12 Lohnbescheinigungen heraussuchen. Der Antrag auf Elterngeld kann dann aber erst nach der Geburt deines Babys eingereicht werden, weil einige Unterlagen benötigt werden, die du erst dann bekommst.

34. Schwangerschaftswoche: Kliniktasche und „Papatasche“ packen

In deine Kliniktasche darfst du natürlich einpacken, was du möchtest. Hier ist eine grobe Packliste, die du individuell ergänzen kannst.

Wichtige Unterlagen/Geräte

  • Mutterpass
  • Krankenkassenkarte
  • Geburtsplan
  • Liste aller regelmäßig eingenommenen Medikamente
  • Telefon und Ladekabel
  • Erfrage in der Geburtsklinik, ob du auch die Unterlagen für das Standesamt mitbringen sollst!

Für dich

  • Lockere und bequeme Kleidung für fünf Tage
  • Locker sitzende Nachtwäsche, am besten reichlich, weil du viel schwitzen wirst
  • Still-BH
  • Bequeme große Slips
  • Bademantel und Hausschuhe
  • Stilleinlagen
  • Brustwarzensalbe
  • Toilettenartikel einschließlich Haargummis, Lippenpflegestift, Haarbürste, parfümfreies Deodorant, Seife, Zahnbürste und -pasta, parfümfreies Duschbad
  • Powerbank
  • Handtücher

Für den Kreißsaal

  • Zwei weite T-Shirts, die deinen Po bedecken
  • Lieblingsmusik auf Stick/CD oder eine Box, die du mit deinem Smartphone verbinden kannst
  • Handventilator
  • Bequeme Schuhe, in die du schnell hineinschlüpfen kannst
  • Warme Socken
  • Igelball, Tennisball, Massageroller
  • Wasserspray zur Kühlung des Gesichts während der Wehen
  • Lieblingsbonbons, Traubenzucker

„Papatasche“/Wichtiges für deine Begleitperson

  • T-Shirt zum Wechseln
  • Toilettenartikel einschließlich Haarbürste, Deodorant, Seife, Zahnbürste und -pasta
  • Getränke und Snacks
  • Kleines Handtuch und Kopfkissen
  • Telefon und Ladegerät
  • Wechselgeld für Snack-/Getränkeautomaten

Fürs Baby

  • Spieluhr
  • Kuscheldecke
  • Kleidung für den Heimweg (an das jeweilige Wetter angepasst)
  • falls ein Fotograf kommt: Kleidung für das Fotoshooting

34. Schwangerschaftswoche: Dammmassage

Um deinen Damm optimal vorzubereiten und um das Risiko eines möglichen Dammrisses oder Dammschnittes zu vermindern, solltest du ab jetzt drei- bis viermal pro Woche deinen Damm massieren. So wird er elastischer und dehnbarer. Wie die Dammmassage geht, erklären wir dir hier.

36. Schwangerschaftswoche: Kolostrum ausstreichen, falls nötig

Es gibt verschiedene Gründe, warum du in den letzten Wochen der Schwangerschaft Kolostrum, also die erste Muttermilch, die dein Körper schon ab der 20. Schwangerschaftswoche produziert, ausstreichen solltest. Wenn du an einer Schwangerschaftsdiabetes leidest, Mehrlinge erwartest oder damit zu rechnen ist, dass dein Baby in einer Kinderklinik versorgt werden muss, dann könnte die vorgeburtliche Kolostrumgewinnung für dich infrage kommen. Bitte sprich mit deiner Hebamme oder einer Stillberaterin über diese Möglichkeit. Der kleine Vorrat an erster Muttermilch, den du dann eingefroren mit in die Geburtsklinik nimmst, kann deinem Baby einen optimalen Start ins Leben ermöglichen.

36. Schwangerschaftswoche: Ab jetzt 6 Datteln täglich!

Eine jordanische und eine iranische Studie* haben herausgefunden, dass sich der tägliche Verzehr von Datteln äußerst positiv auf den Verlauf einer Geburt auswirken und die Geburtsdauer verkürzt.Du kannst deinen Körper also ganz einfach auf die Geburt vorbereiten, indem du täglich sechs Datteln isst, zum Beispiel morgens im Müsli.

* Al-Kuran O et al:  The effect of late pregnancy consumption of date fruit on labour and delivery. J Obstet Gynaecol 2011.31(1):31
https://www.ncbi.nlm.nih.gov/m/pubmed/21280989/
Kurdi M et al: Effect of Dates in late Pragnancy on the Duration of Labour in Nulliparous Women. Iran J Nurs Midwifery Res 2017. 22(5): 383-387

Euer Nest baby- und wochenbettfertig machen

Für dein Baby ist sicherlich alles längst vorbereitet. Die Babykleidung ist gewaschen, der Wickelplatz ist eingerichtet, du hast Windeln und Spucktücher besorgt. Aber hast du auch an dich gedacht?

  • Kühlakkus im Gefrierfach sind sowohl beim Milcheinschuss als auch bei Beschwerden an einer Dammnaht sehr hilfreich.
  • Ein Regenerationsspray und eine Intimdusche können bei Dammverletzungen wirklich nützliche Hilfsmittel sein.
  • Mach den Kühlschrank und die Vorratskammer nochmal voll. Direkt nach der Geburt einkaufen gehen zu müssen, ist stressig und anstrengend.
  • Halte unbedingt Quark für Quarkwickel bereit.
  • Kaufe dir Vorlagen für deinen Wochenfluss. Dicke Nachtbinden sind bestens geeignet, deine Blutung nach der Geburt aufzufangen. Achte darauf, dass ihre Oberfläche weich und plastikfrei ist, damit du im Intimbereich nicht schwitzt.
  • Sorge für ausreichend Unterstützung im Wochenbett. Hilfe im Haushalt, beim Einkauf, beim Putzen oder bei Apothekenbesorgungen sind Gold wert.
  • Ein vorgekochtes Mittagessen entlastet dich/euch im Wochenbett sehr. Frag deine Familie und Freunde, ob sie dich/euch möglicherweise auf diese Art unterstützen können.

Und zu guter Letzt
In den ersten Tagen und Wochen nach der Geburt werden du und dein Baby Ruhe brauchen. Sprich schon in der Schwangerschaft mit deiner Familie und deinen Freunden, welche Art von Besuchen für dich okay sind. Zu viel Besuch kann gerade am Anfang zu anstrengend für euch alle sein.


Dir einen guten Endspurt und alles Gute für die Ankunft deines Baby!

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