Tipps für Schwangere & Mütter

So stärkst du das Immunsystem deines Babys mit der richtigen Ernährung

Baby Immunsystem wird mit richtiger Ernährung gestärkt

Wie immun dein Kind gegen Krankheiten ist, hängt maßgeblich von seiner Ernährung ab. Stillst du ausschließlich, kannst du bei deiner Ernährung auf Ausgewogenheit achten und so die Qualität deiner Muttermilch beeinflussen. Fütterst du schon zu, gilt auch da: Je gesünder dein Kind isst, umso mehr Abwehrkräfte hat es.

Wie du das Immunsystem deines Babys und damit seine Abwehrkräfte gegenüber Krankheiten durch die richtige Ernährung stärken kannst, hängt davon ab, wie alt dein Kind ist und ob du noch ausschließlich stillst oder ob es schon Beikost bekommt. In den ersten sechs Lebensmonaten solltest du dein Baby ausschließlich stillen. Die Muttermilch besteht nicht nur aus wertvollsten, natürlichen Inhaltsstoffen, sie kostet auch nichts und ist immer verfügbar. Das Stillen ist aber auch gut für dich, denn es mindert beispielsweise das Risiko an verschieden Krebsarten oder einer Wochenbettdepression zu erkranken.

Schützt das Stillen mein Baby vor Krankheiten?

Wissenschaftliche Untersuchungen haben gezeigt: Eine reichhaltige Ernährung und ein gesunder Lebensstil der Mutter verbessern die Qualität der Muttermilch. Deine Muttermilch ist dank ihrer reichhaltigen Nährstoffstruktur das Beste für das Wachstum deines Babys sowie für seine Ernährung. Sie stärkt sein Immunsystem und schützt es so vor vielen Krankheiten. Das Stillen ist damit die gesündeste Nahrung, die du deinem Baby geben kannst. Und es fördert die unvergleichliche Verbindung zwischen dir und deinem Kind. Deshalb solltest du dein Baby in den ersten sechs Lebensmonaten ausschließlich stillen. Wenn dies aus medizinischen oder anderen dringenden Gründen nicht möglich ist, solltest du versuchen, abzupumpen und dein Baby mit Muttermilch aus der Flasche zu füttern. Hinsichtlich der Zusammensetzung und der Stärkung des Immunsystems gibt es keinen Unterschied zwischen Muttermilch aus deiner Brust oder abgepumpter Muttermilch aus der Flasche.

Es gibt drei Arten von Muttermilch:

  1. Kolostrum
    Dies ist eine Art Vormilch, die deine Brust die ersten Tage nach der Geburt bildet. Sie ist besonders reich an Antikörpern und hilft so, bakteriellen und viralen Infektionen vorzubeugen. Die wertvollen Inhaltsstoffe des Kolostrums fördern die Reifung des Darms, beugen einer Neugeborenen-Gelbsucht vor und können dein Baby vor Allergien schützen. Vitamin A fördert das Sehvermögen und die Bildung einer gesunden Haut.
  2. Übergangsmilch
    Mit dem Milcheinschuss, etwa zwei bis fünf Tage nach der Geburt, bildet die Brust eine Übergangsmilch, die im Gegensatz zum Kolostrum schon etwas fett- und kohlenhydratreicher ist, aber noch weniger Eiweiße enthält als die reife Muttermilch.
  3.  Reife Milch
    Acht bis zehn Tage nach der Geburt deines Kindes produziert deine Brust reife Muttermilch. Diese enthält im Vergleich zur Vormilch weniger Eiweiße, aber mehr Milchzucker und Fette. Damit steigt der Kaloriengehalt der Muttermilch. Ihre wichtigsten Inhaltsstoffe sind:
  • Proteine, Laktose, Fett
  •  Vitamin B6, B12 und C
  • Mineralien wie Kalium, Kupfer, Natrium, Mangan, Selen und Zink
  • Inhaltsstoffe wie Taurin und Schwefel

Diese Inhaltsstoffe deiner Muttermilch stärken besonders das Immunsystem deines Babys:

  • Lactoferrin  ist ein Eiweiß, das das Wachstum von Bakterien hemmt, das zudem Eisen bindet und die Vermehrung krankmachender Mikroorganismen verhindert.
  • Es stärkt das Immunsystem und fördert das Wachstum deines Babys.
  • Der Bifidus-Faktor verhindert das Wachstum von Pilzen und ermöglicht die Bildung nützlicher Bakterien im Darm.
  • Lysozym ist ein Enzym, das Baktieren abtötet.
  • Interferone und Lactoperoxidase sind Eiweiße, die sowohl gegen Viren wirken als auch das Wachstum von Bakterien hemmen.
  • Immunglobuline wirken gegen Viren wie Grippeviren und HIV-Viren.
  • Lymphozyten sind gegen krankmachende Darmbakterien, wie z. B.  Escherischia coli wirksam.
  • Oligosaccharide verhindern, dass sich Bakterien an der Darmwand anlagern.

Wovon hängt die Qualität meiner Muttermilch ab?

Die individuelle Zusammensetzung deiner Muttermilch hängt von unterschiedlichen Faktoren ab:

  • von der Qualität deiner Ernährung
  • von deinem Alter
  • vom Alter deines Babys bei der Geburt, z. B. ob es eine Frühgeburt war
  • von deiner Gesundheit,  z. B. von einer eventuellen Stoffwechselerkrankung
  • von einer eventuellen Schwangerschaft während des Stillens
  • von den Jahreszeiten (z. B. vermindertes Vitamin D im Winter)

Wie kann ich das Immunsystem meines Babys mit der richtigen Beikost stärken?

Nach etwa einem halben Jahr sind viele Babys bereit für die erste Beikost. Allgemein wird empfohlen, auch neben der Beikost bis zum zweiten Geburtstag oder darüber hinaus zu stillen – so lange es dir und deinem Kind Freude bereitet. Denke beim Füttern daran, dass dein Kind möglicherweise auf einige Lebensmittel empfindlich reagieren kann. Probiere deshalb neue Lebensmittel nach und nach an unterschiedlichen Tagen aus.

Achte auf eine ausgewogene Ernährung aus Obst, Gemüse und Eiweißlieferanten.  Mögliche Eiweißquellen sind Seefisch, Fleisch von Rind oder Hühnchen. Aber auch Hülsenfrüchte sind gute Eiweißlieferanten. Ernähre dein Baby möglichst zuckerfrei und salzarm.

Welche Beikost sollte ich vermeiden?

Wenn du fertige Babybreie verwenden möchtest, achte darauf, dass diese frei von Konservierungsstoffen sind. Es ist wichtig, sich so weit wie möglich von diesen fernzuhalten. Auch eine vegane Ernährung wird nicht empfohlen, da sie verhindert, dass dein Baby alle Nährstoffe erhält, die es für seine Entwicklung benötigt. Honig ist Babys bis zum 1. Geburtstag sogar gefährlich, weil er Spuren des Bakterium Clostridium botolinum enthalten kann. Kuhmilch sollte bis zum ersten Geburtstag nur als Bestandteil von Breien gereicht werden, nicht pur zum Trinken.

 

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