Vorräte schaffen, während Sie stillen

Wenn Sie gleichzeitig stillen und abpumpen möchten, um Vorräte für gelegentliche Trennungszeiten zu schaffen, sollten Sie stets nach dem Stillen abpumpen. Beispiel: Bei einem Stillabstand von drei Stunden wird eine Stunde nach der letzten Mahlzeit gepumpt. Für das Kind ist dann nach weiteren zwei Stunden wieder ausreichend Milch vorhanden. Über den Tag verteilt kann so nach und nach Vorrat geschaffen werden. Die abgepumpte Milch eines Tages können Sie zusammen aufbewahren. Sie beschriften das Sammelgefäß mit Datum und Uhrzeit der ersten Portion und gießen die folgenden Teilmengen des gleichen Tages darauf. Das Gefäß bewahren Sie im Kühlschrank auf. Am Ende des Tages wird die Milch entweder eingefroren oder abends erwärmt und gefüttert.

Manche Mütter berichten, dass es einige Tage gedauert hat, bis die gewünschte Milchmenge beim Abpumpen zusammen kam, denn keine Milchpumpe ist so effektiv wie ein saugendes Kind an der Brust. Es ist aber in Studien gezeigt worden, dass das Abpumpen beider Brüste gleichzeitig zu einer höheren Milchmenge führt. Am besten eignet sich hier eine handliche, elektrische Doppelmilchpumpe.

Auch wechselseitiges Abpumpen kann helfen. Die Mutter wechselt zwischen den Brüsten hin und her und macht sich den wiederkehrenden Milcheinschuss zunutze. Beispiel: Sie pumpen 10 min links, dann 10 min rechts, wieder 5 min links und 5 min rechts, und schließlich nochmal 3 min links und 3 min rechts.

Abpumpen, wenn Sie vom Baby getrennt sind

Frauen, die stillend in ihren Berufsalltag zurückkehren, müssen mehrere Stillmahlzeiten überbrücken, in dieser Zeit abpumpen und Milch für die Zeit ihrer Abwesenheit bereitstellen. Das Abpumpen, getrennt vom Baby, ist gewöhnungsbedürftig. Denn es ist nicht ganz einfach, den Milchspendereflex hervorzurufen, ohne das Kind bei sich zu haben. Hebammen empfehlen Müttern daher, ein Foto des Kindes mit an den Arbeitsplatz zu nehmen, um sich vor Augen zu halten, für wen sie das eigentlich tun. Auch eine sanfte, streichelnde Brustmassage kann den anschließenden Pumpvorgang unterstützen. Nicht zuletzt sollten Sie stets vor oder beim Abpumpen etwas trinken, auch das hat positive Auswirkungen auf den Milchspendereflex.

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