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Achtsames Flaschen füttern

21 August 2015

Vater füttert Baby mit abgepumpter Muttermilch aus einer Flasche mit NaturalWave Sauger

Flaschenernährung beim Baby: Für Mütter, die aus verschiedenen Gründen nicht stillen können, ist das Füttern mit der Flasche eine gute Alternative, um ihre Babys mit wertvoller Muttermilch zu versorgen. Und auch für Väter ist die Flaschenfütterung ideal, wenn sie ihre Partnerin beim Stillen unterstützen und auch mal ihr Baby füttern möchten. Beim Umgang mit der Flasche und dem Fläschchen geben ist aber auch das eine oder andere zu beachten - lesen Sie hier, wie das klappt! Wir haben für Sie hilfreiche Tipps zur Flaschenernährung und eine kleine Anleitung zusammengestellt.

Flaschenernährung - so klappt's

Beim Füttern mit einer Saugerflasche sollten ein paar Hinweise beachtet werden, damit es dem innigen Vorgang des Stillen nachempfunden wird - zumindest bei beeinflussbaren Faktoren wie Dauer, Abwehr- oder Bereitschaftssignalen.

  • Das Baby wird nah und aufrecht am Körper gehalten (nicht hingelegt!). Idealerweise füttern Sie Ihr Baby nicht körperfern, z.B. im Autositz.
  • Achten Sie auf die Signale des Kindes: Bereitschaft zeigt es z.B. durch einen geöffneten Mund.
  • Halten Sie Blickkontakt.
  • Laden Sie das Baby ein, den Sauger in den Mund zu ziehen, statt ihn einfach nur in seinen Mund zu schieben.
  • Verlangsamen Sie den Vorgang des Fütterns, gewähren Sie Pausen.
  • Ihr Baby sollte nicht gezwungen werden mehr zu trinken, als es offensichtlich möchte.
  • Erkennen Sie Abwehrzeichen des Babys wie Wegdrehen, Loslassen, Einschlummern, die zeigen, dass das Baby im Moment genug Milch getrunken hat.

Das Flaschenfüttern eines Stillkindes ist oft kein leichtes Unterfangen, denn gestillte Babys lehnen nicht vertraute Fütterungsmethoden häufig ab. Beginnen Sie daher frühzeitig mit dem Training. Doch Obacht: Sicheres Saugen an der Brust und eine gefestigte Stillbeziehung sind die Grundvoraussetzung um einen Sauger oder Trinkbecher einzuführen. Das Stillen ist meistens nach ungefähr 4-6 Wochen etabliert.

Im Alter von 10-12 Wochen sind Babys weitaus unflexibler, daher lautet eine wichtige Empfehlung: üben Sie das Abpumpen und das Füttern des Kindes. Dabei sollte am besten die Person das Füttern übernehmen, die auch in Ihrer Abwesenheit fürs Kind da sein wird. Das Fütterungssystem sollte Ihrem Baby vertraut sein und sich gut mit dem Stillen vereinbaren lassen. Die alternativen Fütterungsmethoden bei Abwesenheit der Mutter sind übrigens übersichtlich: Es können neben Saugerflaschen auch Trinkbecher angeboten werden. Bitte beachten Sie aber, dass Säuglinge saugen müssen - sie haben ein angeborenes Saugbedürfnis!, ein Becher ist keine gleichwertige Alternative zum Saugen.

In einer Ultraschall-Studie wurde gezeigt, dass gestillte Babys bei der Benutzung des NaturalWave® Saugers ihr an der Brust erlerntes Saugverhalten beibehielten und daher sehr gut an die Brust zurückkehrten und weiterstillten. Der NaturalWave®  Sauger ist aus besonders weichem, dehnbarem und flexiblem Silikon.

Muttermilch abpumpen

Foto zum Thema Muttermilch abpumpen und mit der Flasche füttern

Es macht einen großen emotionalen Unterschied, ob Sie gelegentlich jemand anderes füttern lassen möchten, um zum Rückbildungskurs, ins Kino oder einfach spazieren zu gehen, oder andauernd und regelmäßig wegen Berufstätigkeit. Gleich bleibt, dass Sie zu diesem Zweck Muttermilch gewinnen müssen. Probieren Sie rechtzeitig aus, welche Methode Ihnen angenehm ist. Sie können die Brust mit der Hand entleeren. Hebammen und Stillberaterinnen können Ihnen beibringen, wie es funktioniert. Wenn Sie lieber Muttermilch abpumpen möchten, befassen Sie sich bitte mit den unterschiedlichen Modellen wie Handmilchpumpen und elektrischen Pumpen. Entscheiden Sie sich für eine persönliche oder gemietete Milchpumpe und überlegen Sie, ob ein einfaches Pumpset reicht oder Sie gleich doppelseitig abpumpen, um Zeit zu sparen. Damit Sie wissen, was für Sie angenehm, komfortabel, schick, praktisch und finanzierbar ist, hilft es auch Pumpen auszuprobieren. Ihre Hebamme kann Ihnen verschiedene Modelle zeigen oder sogar ausleihen. Fragen Sie mal nach! In vielen Apotheken erhalten Sie elektrische Milchpumpen auf Rezept (dieses beim Gynäkologen besorgen).

Muttermilch -Vorräte schaffen und Lagerung

Nutzen Sie das Wochenbett, um eventuell eine Milchvorrat anzulegen, damit später kein Stress durch Milchengpässe entstehen kann. Ihr Kind im Alter von zwei Monaten benötigt pro Tag etwa 800ml Milch, die Trinkmenge einer Mahlzeit liegt bei 80-110ml. Angenommen Sie sind einen ganzen Tag vom Baby getrennt, wäre es wünschenswert, wenn Sie 5-6 mal abpumpen, um den Tagesbedarf zu erhalten. Bei guter Speicherkapazität Ihrer Brust kann es auch weniger oft nötig sein. Sollten Sie unterwegs abpumpen, benötigen Sie eine Kühltasche für den Transport. Am Arbeitsplatz lagern Sie die abgepumpte Milch am besten in einem Kühlschrank. Für eine längerfristige Lagerung gelten folgende Richtwerte:

Ohne Kühlung (Bei Raumtemperatur, ca 21°C): ca. 3 Stunden
  • Die Milch muss dann umgehend verfüttert werden, bitte keine weitere Aufbewahrung!
Im Kühlschrank (+4°C bis +6°C): 72 Stunden
  • Milch, die innerhalb von 24 Stunden gesammelt wird, kann bei 4 bis 6°C aufbewahrt und dann eingefroren werden.
In der Tiefkühltruhe (bei -18°C): max. 6 Monaten
  • Tieffrieren ist eine ideale Konservierungsart für Muttermilch, wenn das Einfrieren schnell und das Auftauen schonend geschieht.

Hinweis: Eingefrorene und wiederaufgetaute Milch verändert oft ihren Geschmack. Verbrauchen Sie daher immer die am längsten gelagerte Milch zuerst. Lassen Sie Ihr Baby kosten, ob es die für Ihre Abwesenheit vorgesehene Milch trinken wird. Es kann helfen, die ältere Milch mit frisch abgepumpter Milch zu mischen.

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